„Operation Eiterbeule“

Nach dem großen Sterben – Teil 27

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„Operation Eiterbeule“

„Operation Eiterbeule“

Reinhard Baer

Hatte er sie mit seinem erigierten Glied bedroht?
Gut, die Aktion entsprach jetzt nicht gerade unseren Absprachen und Standards, aber ich konnte die Mädchen irgendwie auch verstehen und sagte nichts.

Immerhin hatten sie bereits nach dem Doc gerufen. Vielleicht hatte der Zuhälter Glück und der Doc würde die Blutung zum Stillstand bekommen und ihm irgendwas Basteln, damit er pissen kann. Seinen Lurch würde er jedenfalls nie wieder irgendwo reinstecken, denn er hatte ganz offensichtlich keinen mehr.
Ich nahm Linda in den Arm. Die Kleine zitterte am ganzen Körper. Die Mädels verstärkten unser Team um etwa 10 weitere Bewaffnete, die darauf brannten uns zu unterstützen.

Der Rest lief sehr planvoll ab. Lecter wollte nicht rauskommen, aber nachdem wir ihm in Aussicht stellten, das Gebäude abzufackeln und schon an mehreren Stellen der Umschließung Molotow-Cocktails entzündeten, gab er auf. Er hatte ohnehin nur noch drei Männer bei sich. Alle vier wurden auf dem Marktplatz angekettet. Dann gingen drei Gruppen, je zur Hälfte unsere Leute und unsere neuen Verbündeten auf die Checkpoints vor, die im Feuerkampf mit unseren von außen gekommenen Teams lagen. Dabei gab es noch einige Tote, leider auch bei uns, bis der Rest aufgab oder in die Wildnis entwischte.

Der Rest interessierte mich schon fast nicht mehr. Mein Job war getan. Wir würden nach dem Muster Cerespolis/Frederik eine Säuberung vornehmen, untersuchen wer mit welcher Schuld beladen war und dann angemessen reagieren.

Aber das sollte morgen passieren. Zunächst wurde eine Ausgangssperre für die Nacht verhängt mit Ausnahme der Slaven. Diese wurden per Megaphon aufgerufen ihre Quartiere zu verlassen und sich in der Stadtmitte zu sammeln. Sie würden unsere Sachverständigen sein, sie wussten um Schuld und Unschuld der Einwohner. Die ganze Nacht patrouillierten unsere Leute auf den Straßen der Stadt und auf den drei Zufahrtsstraßen. Einige Bürger versuchten zu flüchten und wurden - wie es oft genug angekündigt worden war- dabei erschossen. Als sich das rumgesprochen hatte, hörten die Fluchtversuche auf.

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