Dann gab ich meine Langwaffe ab und begab mich mit einem Rucksack voller Handfeuerwaffen auf den Marktplatz. Ich hielt dem ersten Händler eine Waffe an den Kopf und zwang ihn seine menschliche Ware loszuketten. Stattdessen wurde er angekettet und jeder der Befreiten der sich in der Lage fühlte erhielt eine Pistole oder einen Colt. Die anderen taten es mir nach und unsere neuen Helfer sowieso. Binnen kürzester Zeit waren die Händler festgesetzt und die ehemaligen Sklaven frei. Die „Bürger“ der Stadt hatten sich längst in den Gebäuden verkrochen und in das neu entstandene freie Schussfeld hinein krachte ein Schuss. Er kam aus Hannibals Hauptquartier. Einer der befreiten Gefangenen lag zuckend im Staub, eine große Blutlache breitete sich unter ihm aus. Wir gingen alle in Deckung. Wir konnten nichts mehr für ihn tun.
Ich wusste, dass das Hauptquartier umzingelt war. Lecter konnte nicht entkommen. Also blieben alle in Deckung und behielten das Haus im Auge. Wir mussten keine unnötigen Risiken eingehen.
Ich schlug mich zum Bordell durch, wollte sehen, wie es Linda ergangen war. Als ich zu Tür hereinkam fiel mein Blick direkt auf den Zuhälter. Er lag am Boden, eine klaffende Wunde dort wo man sein Gemächt vermuten durfte. Er versuchte mit den Händen den Blutfluss zu stoppen. Ich schaute mich um. Eine von den Mädels sagte: „Es war Notwehr, er wollte auf die da schießen.“ Sie zeigte auf Linda, die mit gezogener Waffe etwa zwei Meter weiter stand.
Die anderen Mädels nickten und murmelten: „So war‘s.“
Das war die lausigste Geschichte die ich je gehört hatte, denn der Lude lag mit nacktem Hintern, mit runtergelassener Hose und Unterhose auf dem Boden.
„Operation Eiterbeule“
Nach dem großen Sterben – Teil 27
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„Operation Eiterbeule“
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