Ordnung muß sein

Alles in Ordnung - Episode 4

55 6-10 Minuten 3 Kommentare
Ordnung muß sein

Ordnung muß sein

Svenja Ansbach


Zwei Tage später musste er auf Lehrgang. Sie hatten im Unternehmen neue Werkzeugmaschinen bekommen, Fräs-Dreh-Bearbeitungszentren hatte er, glaube ich, gesagt. Jedenfalls so kompliziert, dass er mit zwei Kollegen zu einer Herstellerschulung nach Mindelheim musste. Ich hatte auf der Karte geschaut. Das lag nicht gerade um die Ecke, vielleicht war es noch nicht der Arsch der Welt, aber man würde ihn von da aus sehen können. Jedenfalls würde er meinen Arsch frühestens am übernächsten Wochenende wiedersehen. Das war alles so grausam.

Beide technikaffin genug, haben wir dann das Beste draus gemacht. Wir haben geskypt. Das Handarbeitsportal brauchten wir ja nun nicht mehr. Aber gemacht haben wir dann per Skype im Grunde das gleiche. Um ihm mal neue Eindrücke zu vermitteln, hatte ich an einem Abend meinen Schleppi auf das Fußende meines Bettes gestellt, damit ich mich schön auf dem Bett rekeln konnte und vor allem, um ihn eine neue Perspektive zu gewähren: Ich auf allen vieren, meinen stattlichen Hintern der Kamera entgegengereckt – und nicht nur den. Auch meine Pflaume. Er unterdrückte seine Freude nicht und am schneller werdenden ‚flap-flap-flap‘ konnte ich den Grad seiner Geilheit direkt ablesen. Das wiederum brachte mich noch stärker auf Touren und ich ging auf die Schulter Kopf zu Seite um mit den freiwerdenden Händen durch die Beine zu greifen und meine Möse an den wulstigen Schamlippen aufzuziehen. Da war er, der Blick bis zum Mittelpunkt des (männlichen) Universums. Bevor ich mir noch was Gutes tun konnte, war mein großer kleiner Junge schon fertig.
Er musste mir dann versprechen sich für eine Rückrunde in den nächsten Tagen etwas für mich auszudenken.

Irgendwann hatten wir die Zeit am Telefon genutzt, uns ein bisschen was über unsere Familien zu erzählen.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 4940

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Nein nein. mein Fehlom.

schreibt rockroehre

Wer wäre ich Ihre Kollateralschäden zu kritisieren? Ich war nur überrascht, und darum umso neugieriger, ob es sich um das plötzliche »ENDE« womöglich um einen Lapsus Fingrula handelte. Aber nun weiß ich ja bescheid, dank Ihrer raschen Antwort, für die ich Ihnen sehr artig danke. Danke auch für Ihren Hinweis auf den möglichen Kapiteltitel, auf den mein Hirn in dieser Nacht ein befriedigendes Ergebnis zu ejakulieren hat. Ich berichte Ihnen dann natürlich NICHT davon — es sei denn im Rahmen eines gegenseitiges Schweigeeinverständnisses. Auch die noch weiteren denkbaren Kapiteltitel — etwa »Alles der Ordnung nach«, »Außer der Ordnung«, »Ordnung ist das halbe Leben« und »Heilige Ordnung — lieber sie!« und »Ordnung ist nur ein Begriff der Bourgeoisie &c“ — ich hätte die Kapitel alle gerne gelesen, aber Ihr Genius wandelt ja gerade in andere Gefilde. Schade. Aber aber auch schön. Ich werde niemals eine Wanderin aufhalten. Liebe Grüße und mein tiefstes Kompliment.

Tschuligom ...

schreibt Anamur

... liebe Rockröhre und danke für das allgemeine Lob. Wenn Sie meine Geschichten (überwiegend) gelesen haben, wissen Sie das Sie dabei vor Überraschungen nicht sicher sind, nie (Freuen sie sich schon mal auf die Geschichte "Sieben")! Daher müssen Kolateralschäden leider in Kauf genommen werden. Ich habe damit gerechnet, dass das Ende Fragen aufwirft und nicht jeden zufriedenstellen wird. Ist das Gehirn nicht das größte Sexualorgan das wir haben? Schmeißen Sie bitte ihr Kopfkino an und drehen Sie selbst Teil 5 "Ordnung wird überbewertet". ;-) Herzliche Grüße S.Ansbach

Wie jetzt?

schreibt rockroehre

Einfach so Ende? Über alle Maße geschätzte Frau Ansbach — so abrupt lässt man doch keine so bisher clever aufgebaute Erzählung einfach im Nichts verpuffen. Wie herzlos muss man sein, die eigenen Protagonisten in der Schwebe hängen und vor allem die Protagonistin weiterhin, ohne alle Auflösung, im eigenen Saft köcheln zu lassen? Gerade nun, da Sie just ein weiteres Konfliktpotential entkistet haben. Sie sollten sich was schämen. Darüber, allerdings nicht für Ihre bisher mehr als erwiesenes Talent als Autorin, das ich weiterhin zu schätzen weiß. Vielen lieben Dank dafür. (Aber dieses Ende … grmf. Mit dem Ende des SF-Versuchs konnte ich mich ja noch irgendwie anfreunden, aber hier? Grmf.)

Gedichte auf den Leib geschrieben