Sven wohnte alleine in Limmer, seine Eltern, ein Bruder, eine Schwester in Lüneburg. Ich erzählte ihnen von mir, meiner jetzt in Berlin wohnenden Schwester und meiner Mutter. Wir Kinder waren erst sieben und neun als mein Vater tödlich verunglückte. Meine Mutter musste sich mit uns allein durchschlagen bis sie meinen Stiefvater kennenlernte. Ein prima Kerl, gut zu uns Kindern wohlhabend … und viel älter, 18 Jahre! Sie wohnten in Burgdorf, Ihm gehörte auch das Mietshaus in dem ich wohnte. Jetzt ohne Jürgen hätte ich mir als Verkäuferin die Wohnung überhaupt nicht mehr leisten können. Aber meine Eltern unterstützten mich seit der Trennung.
Heute würde Sven endlich von seiner Fortbildung aus dem Bayrischen zurückkommen. Und nun sollte endlich der Korken von der Flasche! Heute kein rumgemache. Ich war wild entschlossen für den Klassiker: ‚Ran – rauf – rüber.‘
Endlich klingelte es. Er war zurück. Ich fiel schon in der Tür über ihn her und kaum dass ich die Wohnungstür hinter ihm zugezogen hatte, fummelte ich unter seiner Jacke am Hemd und begann das aufzuknöpfen. Er lachte: „Hej, hej, ich freue mich ja auch, dich zu sehen, aber soll ich nicht erst duschen?“
„Ich bin geduscht und dich nehme ich heute auch mit ‚männlicher‘ Ausstrahlung.“ Ich ließ mich also nicht beirren und machte am Hemd weiter. Sven ergab sich anscheinend nur allzu gern in sein Schicksal und streifte die Jacke ab, ließ sie achtlos fallen. Ich war am Gürtel, ein Knopf … und ich streifte die Jeans herunter:
„Uuuh, warum transportierst du denn eine Colaflasche in deiner Unterhose?“
„Da siehst du mal was du mit mir machst, böses Mädchen….“
In diesem Moment klingelte es an der Tür. Sven schaute mich großen Augen an. „Wer ist das?“
„Wir machen einfach nicht auf.“
„Du hast meine Frage nicht beantwortet!“
Ordnung muß sein
Alles in Ordnung - Episode 4
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Ordnung muß sein
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