Mitten auf dem Hof wurde ein langer Tisch hergerichtet, und vom in Essig eingelegten Kalbskopf über Met und Streuselkuchen war alles da, was das Herz begehrt. Die Knechte langten zu, und je länger das Fest dauerte, desto unverschämter wurden sie gegenüber den Mägden, die sich immer schwerer damit tagen, ihre üppigen Brüste zu bedecken und sich so vor den Zugriffen der Männer zu schützen. Der Hilberenbauer, seines Zeichens auch kein Kind von Traurigkeit, ermunterte seine Knechte unter den missbilligenden Blicken seiner Frau Josephina und denen seiner Tochter Silla, um deren Geburtstag es doch eigentlich ging. Aber der Hilberenbauer war bereits viel zu betrunken, als dass ihm familiäre Feinheiten noch eine Rolle gespielt hätten. Tief in der Nacht griff auch er nach dem Busen der Magd, die ihm gegenübersass, und grölend kotzte er in ihren Ausschnitt. Josephina, zu ihrem Glück, lag zu diesem Zeitpunkt längst im Bett, starrte zur Holztäfeldecke hoch und betete ununterbrochen.
Niemand hatte bemerkt, wie sich Silla erhob, Ossi einen Blick zuwarf und sich Richtung Schafstall davonmachte. Diesem ging Sillas Blick durch und durch. Als wäre er hypnotisiert, erhob er sich ebenfalls und zwängte sich an einem Knecht vorbei, der versonnen an einer entblössten Brust nuckelte. Auch Ossi hatte sich am Honigwein gütlich getan, und dieser Wein wirkte auf ihn wie eine Droge. Er konnte den Blick nicht von Sillas Hintern abwenden, der sich unter ihrem Geburtstagskleid wölbte, und folgte ihr zum Stall. «Lämmlein kucken», sagte Silla leise und hatte sich diese Kleinmädchensprache sehr wohl überlegt, vermutlich um Ossi kirre zu machen. Silla war mit ihren 18 Jahren nicht ohne und hatte sich bei ihren Freundinnen schlau gemacht, bevor diese an Geschlechtskrankheiten dahinzusiechen begonnen hatten.
Ossis Griff an Sillas Punze – und was aus ihm wurde
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Ossis Griff an Sillas Punze – und was aus ihm wurde
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