Ossis Griff an Sillas Punze – und was aus ihm wurde

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Ossis Griff an Sillas Punze – und was aus ihm wurde

Ossis Griff an Sillas Punze – und was aus ihm wurde

Anita Isiris

Dieser hatte ihnen den Rücken zugewandt, und seine Sinne waren derart auf die halbnackte Silla fixiert, dass er die Bedrohung nicht wahrnehmen konnte. «Sieh einer an, unser Ossi», lachte der Vorderste. «Kurz davor, hahaha», lachte er böse und riss Ossi an den Schultern zurück. «Wir wollen auch ran», keuchte der zweite Knecht, und der dritte rieb bereits an seinem erigierten Gemächt. «Sie ist reif», murrten die Männer einander zu, «sehr, sehr reif». Sie hielten Ossi fest, während sie sich über Silla hermachten, als wäre sie ein in Essig eingelegter Schweinekopf. Silla war allerdings derart in Hitze, dass sie es zuliess. Drei pralle, verlangende Hilberenhofknechtschwänze. Freundschaftlich wechselten die Männer sich ab. Das so genannte «Blasen» war damals noch nicht bekannt und ist eher eine Unart neuerer Zeit. «Blasen» ist im Grunde eine hochgradig perverse Unart, denn welche Frau lässt sich schon freiwillig einen klebrigen Riemen in den Mund schieben…
Dann wurden die Stösse rhythmischer, und vor Ossis weit aufgerissenen Augen liessen die Knechte Silla spüren, wie es ist, so richtig rangenommen zu werden, von echten, hart arbeitenden Männern. Sie nickten einander zu, grinsten, griffen in Sillas nacktes Fleisch. Mittlerweile hatte sie nichts mehr an und gab sich den Männern, nackt, wie sie war, lustvoll und schamlos hin. Ihre Freundinnen hatten Recht gehabt. Zuerst Schmerz… dann Lust… und schliesslich warme Flüssigkeit, die sie ausfüllte.
Ossis Griff an Sillas Punze hatte sich nicht ausbezahlt. Als die Knechte mit ihr fertig waren, fesselten sie Ossi mit einem Hanfseil, zogen ihn zur Stalldecke hoch und liessen ihn baumeln. Silla fesselten sie an Händen und Füssen und liessen sie, nackt, wie sie war, zwischen den Strohballen liegen. Als der Hilberenbauer am nächsten Morgen den Stall betrat, wusste er sofort Bescheid. Er befreite seine Tochter, warf ihre Kleider über sie, griff energisch nach einer Mistgabel und löschte Ossis kümmerliches Leben mit einem einzigen Stich aus. Schliesslich war er ein erfahrener Schlachter. Leblos baumelte Ossi nun von der Decke. Aber seine Seele war alles andere als leblos. Sie stand in all den kommenden Jahren der hübschen Silla zur Seite und begleitete sie durch ihr bäuerliches Leben, bald an der Seite des Jonathanbauern, dem sie zwölf Kinder gebar.

Und das Leben nahm seinen Lauf.

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