Ostern

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Ostern

Ostern

Kastor Aldebaran

„Was machen wir heute?“, fragte Christina mich am Ostersonntag morgens, als wir aufwachten und durch das Fenster von den ersten Sonnenstrahlen wachgekitzelt wurden. Um ehrlich zu sein, hatte ich weder eine Idee, noch mir Gedanken darüber gemacht.
„Weiß nicht. Für Kinder mag es ja eine tolle Sache sein, Eier suchen, viel Schokolade essen, bis die kleinen Bäuche vor Zucker aufgebläht sind und sie keine Ruhe mehr finden. Für mich hat es wenig Bedeutung, weder christlich noch sonst was!“, erklärte ich, wobei meine schroffe Antwort wohl daher kam, dass wir am Tag zuvor, oder besser gesagt am Abend, etwas getrunken hatten. Wie immer hatte Christina sich zurückhalten können, ich nicht. Entsprechend fand ich, dass Ruhe das Richtige für mich sein könnte, zumindest bis in den späten Tag hinein..
„Du bist langweilig!“, warf Christina mir vor, boxte mich in die Seite und schnaufte verächtlich.
„Musst du nicht so viel saufen!“, war sie sich sicher und ehrlich gesagt, hatte sie nicht unrecht.
„Ich finde, dir würde ein wenig Bewegung an der frischen Luft gut tun!“
„Sag bloß, du willst einen Spaziergang machen?“, fragte ich unsicher, sah mich mit hängendem Kopf und gelangweilt irgendeinen Weg entlang laufen, im Wald.
„Nö, das nicht. Aber ich hätte da eine Idee, wie ich dich in Wallung bringen kann!“
Davon war ich nicht überzeugt, gähnte einmal und sah Christina verschlafen an.
„Das glaube ich nicht!“, war ich mir sicher und Christina schlug die Decke beiseite, hüpfte fröhlich aus dem Bett und strich ihr langes Nachthemd herunter. Eigentlich schade, ich mochte es, wenn es unordentlich aussah, vielleicht verrucht, hochgerutscht, und wenn ich mindestens den Rand ihrer süßen Backen sehen konnte, war es ein Genuss. Diesen verwehrte sie mir. Grunzend knautschte ich mein Kissen zusammen, schob es mir unter den Kopf und nahm einen Schluck Wasser, angereichert mit einer Kopfschmerztablette. Sie würde bald wirken und ich hatte dann vor, mich aus dem Bett zu erheben und ins Bad zu schleppen. Allerdings erst, wenn Christina mit ihrer Morgentoilette fertig war. Zumindest hörte ich sie im Bad, das Wasser der Dusche lief kurz, danach der Föhn um ihre langen, blonden Haare in Ordnung zu bringen. Ich liebte sie, gaben ihr ein jugendliches Aussehen, sahen verspielt aus und lösten meinen Beschützerinstinkt aus.

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schreibt Amorelio

sehr geil

Gedichte auf den Leib geschrieben