'OK, jetzt nach Hause, Duschen, Essen und dann einen langen Spaziergang mit meiner Hundedame. Endlich Wochenende!' Zurück am Auto, wedelte die Hündin wie immer so enthusiastisch, als ob sie ihn seit Wochen nicht gesehen hätte. Er legte ihr das neue Band um, steckte den Schlüssel ins Zündschloss und drehte ... "klack"..., noch mal ... "klack", nichts tat sich. Er versuchte es noch ein drittes mal, aber der Wagen wollte einfach nicht anspringen. 'Mist, und das im Parkhaus und nur noch ein Wagen hier auf dieser Etage... ohje, und ich Dösel steh auch noch auf einem Frauenparkplatz. Aber wer ahnte denn in der Eile, dass das mal wichtig sein könnte.'
Durch die Windschutzscheibe beäugte er den Wagen, der direkt ihm gegenüber stand. Ein schwarzer Peugeot 206 cc Cabrio, ' Auch das noch, wie er sein Glück kannte, war die Besitzerin bestimmt so eine Schickimicki-Tuse mit langen Fingernägeln, die sich bloß nicht schmutzig machen will und der natürlich komplett egal ist, ob er hier fest hing oder nicht. Also Anschieben fiel schon mal flach.' Er überdachte seine Situation. 'Also, zuerst ruf ich meine Werkstatt an, ach ne, die hatte ja schon zu, es war Freitagabend, außerdem hatte Akif ihm bei der letzten Inspektion erzählt, dass sie den ganzen Juli in der Türkei waren. OK, dann eben den ADAC, mmhh, hab ich überhaupt bezahlt? Na, egal, man konnte ja auch beim gelben Engel persönlich löhnen.' Bernardo schaute in das Telefonbuch seines Handies und drückte beim Eintrag "ADAC" den grünen Hörer, ein Freizeichen ertönte und eine freundliche Stimme meldete sich: "Guten Tag, sie sind mit der Servicehotline des ADAC verbunden, bitte haben Sie etwas Geduld, sie werden gleich zum nächsten freien Platz durchgestellt". Es ertönte Pausenmusik, "Bitte warten, please hold the line", Pausenmusik, "Bitte warten, please hold the line".
Parkhaus der Glückseligkeit
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