Parkschaden

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T. D. Rosari

Sie hatte sich erhoben. Sorgfältig rubbelte sie sich trocken. Dabei achtete sie, dass sie ihre Reize in Szene setzte. Mario wirkte cool und gelassen, nahm aber seinen Blick keine Sekunde von ihr. Bridget konnte sich aber nicht des Gefühls erwehren, dass es in ihm brodelte wie in einem Vulkan. Sie wollte alles daran setzten, diesen Vulkan heute zum Ausbruch zu bringen.
Als Bridget trocken war, machte sie die paar Schritte zu einem der beiden Nachttische. Dort lagen tatsächlich, fein säuberlich gefaltet und gestabelt, ein paar Kleidungsstücke. Groß war dieser Stapel nicht, denn die Kleidungsstücke waren äußerst knapp geschnitten. Mit hochgezogener rechter Augenbraue nahm Bridget die Fetisch-Teile in Augenschein. Alle Teile waren von Patrice Catanzaro, alle waren aus schwarzem Lack-Textil: Ein BH, der eigentlich nur aus Riemchen bestand; ein winziger Ouvert-String; Overknee-Strümpfe. Kein Zweifel, diese Mode hatte es in sich und würde im Handumdrehen eine Fetisch-Queen aus ihr machen. Der Gedanke geilte Bridget weiter auf: sie wusste, dass ihr Lack und Leder gutstanden und da sie sich selbst in solchen Outfits sexy und unwiderstehlich fand, wirkte dieser Look auch auf Männer.
Außerdem lösten sexy Dessous, provokante Club-Outfits und Fetisch-Mode einen mächtigen Mechanismus in ihrem Lust-Zentrum aus: Ihre Sexualität, im Grunde einer von vielen Persönlichkeitsaspekten, schwoll an wie ein Penis in höchster Erregung, verdrängte die anderen Bausteine ihrer Identität und reduzierten sie auf ein erregtes, fahriges, undiszipliniertes und maßloses Wesen, das gierig nach Schwänzen war und es nicht erwarten konnte, in allen erdenklichen Weisen penetriert zu werden. Schon als Bridget den String über die Hüften zog, spürte sie ihre gierige Geilheit. War dieser Look ordinär und nuttig? Umso besser, dachte Bridget als sie die Overknees über die Knie zog.

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Gedichte auf den Leib geschrieben