Party mit einem selbst ernannten Pharao

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Party mit einem selbst ernannten Pharao

Party mit einem selbst ernannten Pharao

Joana Angelides

Mit einer raschen Bewegung drehte ich mich am Boden und stand auf.
Man klatschte Beifall und vereinzelt war das Wort „Mehr“ zu hören. Doch hier war der wohl der wohldosierte Tanz zu Ende.

Langsam verließ ich das Podium und schritt lächelnd auf meinen Begleiter zu, der inzwischen aufgestanden war, mir entgegen kam, sich mit einem Handkuss bedankte und mich zum Tisch zurückführte. Er hob den goldenen Umhang vom Boden auf und legte ihn sehr behutsam über meine Schultern. Er sonnte sich sichtbar unter den neidvollen Blicken seiner Freunde, hob sein Champagnerglas und prostete mir zu, nippte daran und ließ auch mich daran nippen. Was offenbar an allen als ein Zeichen seines Anspruches an mich zu werten war. Ich gehörte also ihm.

Der restliche Abend verlief weiterhin sehr angenehm, mein Begleiter war charmant, zuvorkommend und verwöhnte mich. Als er dann die Tafel aufhob, begab man sich in die Cocktailbar des Hotels zum Smalltalk.

Wie vereinbart, rief ich in Intervallen Lisa an um mich zu melden. Wir haben das zur Sicherheit eingeführt und es hat sich immer bewährt.
„Lisa, ich werde mich ab nun etwas länger nicht melden, die Gesellschaft wird sich zwar nun zerstreuen aber mein Begleiter hat mir zugeraunt, dass er schon Champagner, Kaviar und Austern aufs Zimmer bestellt hat und mich zu einem Mitternachts-Snack eingeladen“.
Ich hörte ein leises, schnurrendes Lachen von Lisa, dann legten wir auf.

Er benahm sich wie ein wirklicher Kavalier. Erst als auch sein letzter Gast sich verabschiedet hatte, gingen wir durchs Foyer zum Lift und auch im Lift benahm er sich vollendet, wohl wissend, dass sich im Lift eine Überwachungskamera befand.
Als wir seine Suite betraten, stand der Servierwagen bereits da und auch leise Musik kam aus irgendwelchen Lautsprechern.
Ich ließ mich betont langsam und grazil in einer der tiefen Sitzmöbel nieder und schlug meine Beine übereinander.

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