Partyspiele

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Dreaming Dolphin

„Die wievielte ist das eigentlich in diesem Jahr?“ stichelte die Kollegin, die neben ihm saß und schon lange ein wenig in ihn verknallt war. „War die letzte nicht klein und dunkelhaarig und ein ‚unglaublicher Feger’?“ Alles lachte.
„Mag sein“, antwortete der junge Mann. „Macht euch ruhig lustig! Ich liebe nun einmal die Abwechslung.“
„Hm“, sagte ich mit einem Seitenblick auf Stefanie, meine Frau. Wir lebten nun seit fast 15 Jahren zusammen. „Ich finde, so richtig schön wird die Liebe erst mit der Zeit. Wenn man sich aneinander gewöhnt hat.“
Stefanie zwinkerte mir zu. „Du Schmeichler!“ sagte sie dann und gab mir einen Kuss. Und mit gespielter Entrüstung: „Obwohl ... ich weiß ja nicht, ob ‚Ich habe mich an dich gewöhnt!’ wirklich so ein großes Kompliment ist!“
„Na ja“, antwortete ich, „jedenfalls sehne ich mich nicht nach ‚Abwechslung’. Ich bin ganz zufrieden mit dem, was ich habe.“
„Ganz zufrieden?! Na, hör mal!“ Stefanie lachte. „Auch das ist nicht gerade ein Kompliment!“
„Ach, du weißt, wie ich das meine!“ Jetzt war es an mir, ihr einen Kuss zu geben. „Du bist einfach die Beste!“
Dieses „die Beste“ fanden nun wieder meine Kollegen höchst amüsant. „Wie meinst du denn das?“ fragte Thomas, einer der beiden schwulen jungen Männer in unserem Team, und sein Freund ergänzte: „Ja, welche besondere Qualitäten hat sie denn, deine Stefanie?“
„Nun ja“, antwortete ich und legte meinen Arm um sie, „sie ist ganz sicher die schönste Frau hier am Tisch!“ - Und für mich war sie das wirklich: Mit ihren halblangen, dunklen Haaren, ihren großen Augen, der herben Schönheit ihrer Gesichtszüge und ihrem wohlproportionierten Körper konnte sie der durchweg etwas jüngeren Konkurrenz am Tisch durchaus das Wasser reichen. - „Und sie ist die beste Liebhaberin, die man sich wünschen kann!“
Alles lachte. Vor allem Stefanie selbst. „Na, das war jetzt aber mal ein Kompliment!

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