Peggy und die Klempner

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Peggy und die Klempner

Peggy und die Klempner

Peter Hu

Sie ahnte noch nicht, dass sie heute dem Mann ihres Lebens begegnen sollte. Er brachte fast alle Vorraussetzungen für den Mann ihres Lebens mit. Er sah gut aus, auch wenn er schon über vierzig war; war verdammt sportlich, und das wichtigste, er hatte Geld; …und mindestens einen Porsche...wahrscheinlich sogar ne prächtige Villa, …oder zwei. Der einzige Wermutstropfen im Verlaufe der Angelegenheit: Er war kein Klempner…
Doch greifen wir nicht weiter vor. Wechseln wir lieber den Blickwinkel, und schlüpfen in die Haut des stattlichen Thomas. Oder besser noch hinter seine Goldrandbrille, um mit seinem Blick zu sehen…

Thomas war Architekt, und arbeitete unter Anderem als Schadensgutachter für eine große Versicherung. So führte ihn sein Job auch schon mal zur Preisermittelung in verschiedene Handwerksbetriebe und Großhandlungen. Eine schöne Abwechslung vom Büroalltag, zumal er dabei schon öfter mal auf eine hübsche, kooperative Sekretärin gestoßen war. Auch Handwerksmeister haben schließlich Geschmack. Manches Feierabendabenteuer hatte sich schon aus solchen Besuchen ergeben. Thomas war Junggeselle, …und ein echter Frauentyp. Und er verstand es, seine Karte zu spielen. Er arbeitete hart, und meist auch viel zu lang. Er brauchte auch seine Belohnung. Schließlich war das Fitnesstudio nicht umsonst. Seine Schläfen ergrauten bereits, was seine Wirkung auf Frauen erstaunlicherweise noch verstärkte, genau wie die zierliche Goldrandbrille, die er eigentlich nur zum lesen brauchte. Es hätte des Porsches gar nicht bedurft, wenngleich er sich realistisch eingestand, dass er half. Thomas hatte ihn gut sichtbar vor der Glasfront des Großhandels geparkt. Dass er ihn beim Einparken abwürgte, war reine Berechnung. Er hatte bereits Miras Hinterteil, und die dazu gehörigen Beine durch die Scheibe gesehen. Sie goss gerade publikumswirksam die riesige Zierpalme im Eingangsbereich.

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