Am Tag nach der bitteren Demütigung rief sie Luise und Alwine zu sich. Die Frauen durften nur selten in Jolanthes Zimmer, da sie es als ihr kleines Refugium betrachtete.
„Setzt euch zu mir aufs Bett.“, sagte sie mit freundlicher Stimme. Die Mädchen kamen der Aufforderung zögerlich nach.
„Es tut mir leid, dass ich euch so streng verhauen musste. Es ging jedoch nicht anders. Kurt und Knut sind eure Cousins und euer Papa hat mir aufgetragen, dass ich etwaige erotische Abenteuer unterbinden soll. Ich verstehe aber euer Verlangen. Ihr dürstet nach männlicher Zuwendung. Deswegen möchte ich euch Hilfestellung geben.“ Unter Alwines Röcken brodelte es und auch Luise konnte ihre Erregung nicht verbergen. Jolanthe rückte näher an die Frauen heran.
„Nächsten Monat ist die große Kirmes. Ich werde euren Vater bitten, dass ihr mich dorthin begleiten dürft. Dort trefft ihr auf junge Männer, die euch gewiss zum Tanz auffordern werden. Vielleicht dürft ihr auch die ein oder andere Berührung genießen. Denkt aber daran, dass ich auf euch achten werde!“ Es war erstaunlich, wie erträglich den Schwestern die hinteren Schmerzen plötzlich vorkamen. Alwine spürte ein Jucken, dessen Zentrum zwischen ihren Beinen lag. Luises Brustwarzen stellten sich auf, als sie an die jungen Bauersburschen dachte, die auf der Kirmes zuhauf vorhanden waren.
„Sie würden uns erlauben, dass wir einen jungen Mann küssen?“, fragte Luise ungläubig. Jolanthe lachte.
„Irgendwann werdet ihr es ohnehin tun. Es ist meine Pflicht als eure Gouvernante, dass ich euch entsprechend vorbereite. Ihr dürft jedoch niemandem davon berichten. Wenn euer Papa davon erfährt, wird er mich sofort aus seinen Diensten entlassen.“ Alwines Stimme bebte, als sie nachhakte.
„Wir werden schweigen wie ein Grab, Fräulein Jolanthe!
Peinliche Augenblicke
Episode 7 aus: Die Abenteuer einer Gouvernante
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Peinliche Augenblicke
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