Peinliche Augenblicke

Episode 7 aus: Die Abenteuer einer Gouvernante

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Peinliche Augenblicke

Peinliche Augenblicke

Andreas


„Ich bitte sie um Diskretion, meine Herren. Sie hören ja selbst, das es sich hierbei um eine Angelegenheit zwischen Fräulein Jolanthe und ihren Mädchen handelt. Wenn sie mir in den Salon folgen wollen. Dort können sie eine Zigarre genießen, bis das Abendessen fertig ist.“ Die Cousins verließen nur ungern den interessanten Ort. Alwines Jammern nach jedem Patscher machte ihnen den Abschied noch schwerer. Sie wurden beim Abendbrot entschädigt. Den jungen Männern wurden die Hosen eng, als die Damen sich an den Tisch setzten. Luises verkniffener Mund störte ihre natürliche Schönheit in keiner Weise, während Alwines Sitzversuch einer tragischen Göttin zu Ehren reichte. Die Gouvernante bot den Mädchen Kissen an, die diese aber rigoros ablehnten.
„Um Gottes Willen, da müsste ich mich ja zu Tode schämen!“, brachte Luise ihre Abneigung zum Ausdruck. Alwine sah das pragmatischer. Es hatte sowieso jeder hören können, was ihr und Luise widerfahren war. Aus Solidarität mit ihrer Schwester verzichtete sie dennoch auf eine kehrseitige Erleichterung. Dementsprechend waren die Mädchen rasch mit dem Essen fertig. Jolanthe lächelte zufrieden. Sie hatte die Ordnung im Hause Lünen wieder hergestellt. Zumindest für die nächsten Tage, solange wie den Mädchen die Popos brannten.

Dabei brachte Jolanthe durchaus Verständnis für die Sehnsüchte der jungen Frauen auf. Sie verstand aber auch Herr Lünen, der etwas dagegen hatte, wenn sich die Söhne seiner Schwester mit seinen Töchtern vergnügen wollten. Jolanthe teilte seine diesbezügliche Meinung. Die Mädchen sollten junge Männer außerhalb der Verwandtschaft kennenlernen. Da Luise bald volljährig sein würde und auch Alwine nur noch zwei Jahre zum 21. Lebensjahr fehlten, empfand sie es als ihre Pflicht, die Mädchen entsprechend vorzubereiten.

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