Ich sehe seine Hände auf meiner Haut. Dieselben Hände, die das Brioche so fein brechen, jetzt grob, fordernd. Seine langen Finger graben sich in meine Hüften, hinterlassen rote Spuren. Erst sind sie noch kühl, zittern leicht. Doch nach und nach werden sie wärmer und im gleichen Masse auch sicherer, bestimmter. Sie schieben mein Kleid hoch, finden die nackte Innenseite meiner Oberschenkel, teilen sie mit einer Präzision, die mich erzittern lässt. Ich spüre, wie er mich dort berührt, wo ich schon feucht bin. Wie er keine Sekunde zögert, sondern seine Finger in mich hineingleiten lässt, erst einer, dann zwei, langsam kreisend. Dabei geht er sehr präzise vor, als müsste er jeden Millimeter erkunden. Mein Atem stockt, ich keuche leise, presse mich ihm entgegen, während er mich dehnt, vorbereitet, ohne Eile – aber mit diesem Blick, der jetzt hungrig ist, roh – und so herrlich unperfekt.
Doch ich will mich nicht nur ihm hingeben, ich will auch selbst aktiv werden. Vor allem aber, ich will ihn kosten. Will ihn nicht länger mit dem Geschmack von Kaffee in Verbindung bringen, sondern mit seinem eigenen Geschmack. Also dränge ich langsam, aber bestimmt seine Hand zurück, auch wenn ich am liebsten noch mehr möchte. Noch so viel mehr. Ich knie mich vor ihn hin, nackt, wie er ist. Blicke seinen Schwanz an. Er ist grösser, als ich vermutet hätte. Schön gerade, sehr gleichmäßig. Es ist, als hätte dieser nun die Perfektion, die im Gesicht zerbrochen ist, übernommen. Ich nehme ihn in den Mund, fühle, wie er noch etwas heißer wird, noch etwas härter, wie er gegen meine Zunge pulsiert.
Seine Finger vergraben sich in meinen Haaren, nicht sanft, sondern fordernd, lenken meinen Rhythmus, bis er stöhnt – ein tiefer, erstickter Laut, der endlich gänzlich seine Kontrolle zerreißt.
Perfekte Ruhe, unordentliche Gedanken
Kaffeehausgeschichten
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Perfekte Ruhe, unordentliche Gedanken
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