Emily entließ die jungen Damen aus dieser entwürdigenden Lage, indem sie ihnen beim Anziehen half. Die Mädchen strahlten, als Emily vorschlug, dass man zusammen Tee trinken sollte. Mit leicht verzerrten Gesichtszügen liefen sie hinter der Hausherrin nach draußen, wo sie an den grinsenden Männern vorbei mussten. „Geht an die Arbeit! Wir bezahlen euch nicht fürs Herumstehen!“ Harry und Rick suchten das Weite, als sie die Schärfe in Emilys Stimme wahrnahmen. Elisabetha war zutiefst beeindruckt, wie souverän Caros Mutter auch in dieser Situation agierte. Im Haus angekommen, bat Emily die Dienstboten, schwarzen Tee aufzusetzen. Das Hausmädchen brachte dann auch ein Tablett, das sie auf den geräumigen Tisch des Esszimmers stellte. Caro und vor allem Eli konnten kaum sitzen, so dass Emily für Erleichterung sorgen wollte. Um die jungen Damen nicht noch mehr zu beschämen, holte sie selbst zwei weiche Kissen, die sie den Mädchen unterlegen wollte. Die lächelten dankbar, wenn auch mit schämigen, roten Wangen. Emily wusste, dass diese Strafe nicht wirklich verdient war. Sie wollte den Frauen erklären, weshalb es dazu kam und wieso sie gezwungen war, diese Strafe an ihnen zu vollziehen. Emily wartete, bis der Tee serviert wurde. Kurz nachdem das Mädchen aus dem Zimmer ging, erhob sie ihre Stimme, um den jungen Damen ihre Sichtweise zu erklären. „Ich kann mir eure Verwirrung gut vorstellen. Es fiel mir gewiss nicht leicht, euch für etwas zu bestrafen, das im Grunde sehr schön ist. Liebe sollte keine Grenzen kennen, aber ich kann nicht zulassen, dass ihr euch euer Leben ruiniert! Ihr müsst wissen, dass die Gefühle zwischen euch beiden niemanden etwas angehen. Caroline und Elisabetha, versprecht mir bitte, in Zukunft vorsichtiger zu sein! Ihr dürft euer Begehren nur im Geheimen ausleben, vergesst das nie.“
Elisabetha verstand, was Carolines Mutter im Sinn hatte.
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