Phryne

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Phryne

Phryne

Leif Larsson

“ wollte er wissen. „Keine Angst mehr vor Massenschwangerschaften?“
„Es war nicht mehr so viel wie beim ersten Mal. Die Filter werden damit fertigwerden. Eigentlich ist es ja schade darum.“
„In einem Kondom würde es das gleiche Schicksal erleiden.“
„Trotzdem,“ beharrte sie, „es ist schließlich ein Teil von dir.“

„Und wenn du nun selbst schwanger werden würdest?“ sprach er einen Gedanken aus, der ihm schon den ganzen Abend vage durch den Kopf gegangen war.
„Falls du diesbezüglich Befürchtungen hegst, sind sie vollkommen unbegründet.“ gab Sina in dem Glauben zur Antwort, ihn beruhigen zu müssen.
„Was wäre, wenn ich mir Hoffnungen gemacht hätte?“
Ihre grünen Augen sahen lange in die seinen, ehe sie antwortete.
„Auch die wären leider unbegründet. Ich habe es dir bereits gesagt: durch meinen Job muss ich auf vieles verzichten. Damit das Leben nicht spurlos an mir vorüberzieht, gönne ich mir hin und wieder das Gefühl, Frau zu sein. Du hast mir dieses Gefühl heute überreichlich geschenkt, Carlo. Alle andern, mit denen ich mir dieses Vergnügen hier gestattet habe, sind aus meinem Gedächtnis verschwunden. Einige waren der Mühe nicht wert, aber das weiß man immer erst hinterher. Bei dir ist es etwas anderes. Bei dir spüre ich eine Art Wesensverwandtschaft, spüre ich eine Saite, die zwischen uns schwingt. Mit dir wird mich deshalb stets ein tiefes Gefühl der Freundschaft verbinden, auch falls wir uns nie mehr wiedersehen werden. Mehr kann ich dir leider nicht bieten. Bitte verzeih mir.“
„Ich habe keine Probleme damit. Danke für deine Ehrlichkeit.“

Sina beugte sich über ihn und küsste ihn auf den Mund. Sie spürte seine Enttäuschung.
„Anfangs dachte ich, du wolltest mich verscheißern.“ gestand er ihr, um die Situation zu entspannen. „Ich dachte sogar, hier liefe so etwas ab wie die Versteckte Kamera.“
Entgeistert sah sie ihn an. Dann prustete sie los.

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Gedichte auf den Leib geschrieben