Die Pianospielerin

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Die Pianospielerin

Die Pianospielerin

Grauhaariger

Erfreut hörte Nadia diese Nachricht, würde sie doch in den Genuß einer längeren Zweisamkeit und damit vielleicht zu mehrmaligem Verkehr mit Arthur kommen. „Ich weiss inzwischen natürlich,“ fuhr der Herr des Hauses fort, „dass Jurij, mein Fahrer, Ihr Mann ist. Er wird zusehen, wie Sie sich mir hingeben.“

Wenn er dies als Demütigung für mich angedacht hat, dann täuscht er sich; dachte Nadia. Sie würde es gut finden, wenn ihr Mann dabei wäre. War es doch ihrer beider Idee. So quittierte sie seine Äußerungen lediglich mit einem: „Aja!“

Arthur hatte mit mehr Protest gerechnet. Von seinem Chauffeur wusste er lediglich, dass Nadia eindeutigen Avancen wahrscheinlich nicht abgeneigt wäre. Und da er, also Arthur, als Witwer noch keine neue Frau kennengelernt hatte, kam von ihm der Tip mit der Pianobar und der attraktiven und äußerst begnadeten Pianistin. Dass sie Jurijs Frau war, hatte dieser erst zugegeben, als Arthur ihm das nach Recherche nachmittags an den Kopf warf.

In Arthurs Kopf rumpelte es. Warum wollte diese Frau unbedingt Sex von ihm? Dass sie eine Diebin war und sein Haus ausspionieren wollte, hielt er für absurd. Außerdem, sein Fahrer, also ihr Mann, kannte sich bestens aus. Und…sein Sexappeal konnte es einfach nicht sein.

Nadia spielte ein zweites Stück. Wie schön sie war…Aber warum er? Sollte er einfach geniessen und nichts hinterfragen? Und wenn sie ihn begehrte, warum kein Kuss? Arthur wusste nur eines: Er war scharf auf diese Frau!

Mitten im Spiel hörte Nadia auf. „Sie sehen so traurig aus?“ fragte sie und ging auf ihn zu. „Vielleicht ist es besser Sie gehen jetzt…“ meinte er nachdenklich.

„Warum?“ fragte Nadia ungläubig.

„Warum, ja warum? Warum sind Sie hier? Warum ich?“ Arthur schüttelte den Kopf. „Ich verstehe es nicht!“

Nadia sah traurig zu Boden. Leise sagte sie: „Wir wollen doch nur ein Kind!“

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