Pizza auf der Piazza von Ovada

Geschichten vom Anfang der Träume

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Pizza auf der Piazza von Ovada

Pizza auf der Piazza von Ovada

Stayhungry

Hat Ihrer Frau das Essen nicht geschmeckt? schreckte ihn die Stimme der Wirtin auf aus seinen Gedanken. Weil sie schon gegangen ist? erklärte sie ihre Frage, als sie ihm den Wein nachschenkte .
Nein, nein, antwortete er schnell, sie ist nur schon sehr müde, die Fahrt war anstrengend und sie möchte morgen fit sein für die Weiterreise.
Oh, ich verstehe. Und Sie, sind Sie noch nicht müde?
Das schon, aber ich genieße das Leben hier auf der Piazza, es macht mich wohl ruhiger als ein frühes zu Bett gehen.
Sie sah ihn aus ihren großen Augen lange an, dann wagte sie die Aussage: Sie sehen traurig aus.
Ein wenig erschrak er über die sehr persönliche Ansprache, und doch hatte er das Gefühl, eine seit langer Zeit Vertraute spräche ihn an auf etwas in seinem Inneren, das Seelenverwandte lesen können, andere jedoch nicht.
Er lächelte. Ja, in gewisser Weise trifft das zu, gestand er und löste sich unsicher von ihrem Blick.

Die Familien hatten sich allmählich schon verlaufen und es waren nur einige wenige Freundeskreise bei Wein und Kaffee zurückgeblieben. Der Trubel hatte sich gelegt, das Personal kam ohne seine Chefin zu Recht.
Sie setzte sich ohne zu fragen, winkte den Ober herbei und orderte auch für sich. Nun saß sie ihm gegenüber und ihren Blick zu meiden wäre unhöflich gewesen, aber das wollte er gar nicht. Dieses fröhliche, stets lächelnde Gesicht war eine Freude. Sie insistierte nicht, fragte mehr allgemein nach dem woher und wohin und daraus entspann sich ein Gespräch über Gott und die Welt.

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