Pläne

Nach dem großen Sterben – Teil 20

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Reinhard Baer

Eine lutschte den Schwanz, die andere schleckte an meinen Eiern rum.
Kurz, es wurde eine verdammt lange Nacht und zum Schluss war ich froh, dass die beiden endlich genug hatten. Sie waren beide unersättlich gewesen, als ob sie nie wieder in ihrem Leben einen Fick bekommen würden, dabei würde ich doch nur etwa zwei Wochen wegbleiben.
Einen Spruch konnte ich mir am Schluss nicht verkneifen: „Und dass ihr mir ja den Aiden in Ruhe lasst, ihr kleinen geilen Luder.“
Linda und Jill quittierten dies ‚Anweisung‘ lediglich mit Gekicher und sagten nichts dazu.

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Nach dem Frühstück belud ich den Truck. Während des Winters hatte ich vorne einen sehr stabilen Kuhfänger angeschweißt. Ich war es satt, ständig auf der Straße herumtorkelnden Donalds ausweichen zu müssen – außerdem, je weniger von denen überblieben desto besser.
Dann verabschiedeten sich alle von mir. Ich kann mich auch getäuscht haben, aber die Frauen verdrückten wohl auch eine kleine Träne als ich vom Hof fuhr.
Nun brach ich endlich auf nach Frederik. 75 Meilen, das sollte für den Dodge kein Thema sein. Schon nach ein paar Meilen auf dem Highway konnte ich meinen neuen Kuhfänger ausprobieren. Zwei Donald wankten auf der Fahrbahn auf mich zu. Ich hielt auf den rechten zu. Mit einem satten Geräusch zerplatzte er an den starken Stahlrohren vor dem Kühlergrill. Was ich allerdings nicht bedacht hatte: ein Meer von Blut und fauligen Überresten des längst dahingeschiedenen regnete auf meine Windschutzscheibe. Eine unfassbare Fülle von verschiedenen Rottönen machte sich auf der gesamten Scheibe breit. 50 shades of red! Die Scheibenwischer, die ohnehin nicht mehr die besten Wischblätter hatten, schafften es kaum mir die Sicht frei zu machen.
Nächstes Mal würde ich geschickter Weise langsamer fahren!

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