Während er sich an sie schmiegte, flüsterte er ihr zu: „Das kann ich sehr gut verstehen. Genieße den Ehrentag deines Vaters ohne Sitzbeschwerden, meine Hübsche.“
Pola quiekte, da ihr der Tanzlehrer einen saftigen Klaps verpasste.
„Lass das! Nicht, dass ich noch Appetit bekomme und meine guten Vorsätze vergesse.“ Sie küsste ihn freundschaftlich auf die Wange. „Ich muss gehen, Josef. Wir sehen uns in drei Tagen wieder beim Ballettunterricht.“
Pola richtete ihre Kleidung, nahm den Mantel von der Garderobe, zog ihn über und verschwand in der einbrechenden Dunkelheit. Diesmal nahm sie nicht die Abkürzung durch die Winkelgasse. Oberinspektor Svoboda würde nicht zögern und ihr erneut das Fell gerben, sollte er sie schon wieder dort antreffen. So nahm sie den längeren Umweg in Kauf, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten.
Trotz ihrer guten Vorsätze blieb sie vor einem bestimmten Haus stehen. Pola winkte Darina zu, die sich gerade eine neue Zigarette ansteckte. Sie fragte Pola, ob sie auch eine wolle, aber die lehnte dankend ab. „Wenn du schon keine rauchen willst, hast du vielleicht etwas Zeit übrig? Ich habe eine sehr gute Kundin, die einen ganz besonderen Wunsch hat.“
Pola wurde neugierig.
„Um was geht es dabei? Du musst schon etwas konkreter werden, Darina.“
„Na ja, das Übliche halt. Die Dame möchte zusehen, wie mir der Hintern versohlt wird. Leider auf die kräftige Weise, was bedeutet, dass ich der ausführenden Person vertrauen muss. Das wäre bei dir der Fall!“
Pola konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Darina war in ihrem Alter und dazu sehr hübsch. Ihr den Po vollzuhauen konnte Pola sich sehr gut vorstellen.
„Ich denke, dass ich diese Rolle mit Freuden übernehmen werde, Darina. Ich habe aber nicht länger als eine Stunde Zeit. Mein Vater feiert morgen seinen Fünfzigsten und da sollte ich einigermaßen ausgeschlafen sein.“
Pola kann nicht genug kriegen
Prager Winkelhuren
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Pola kann nicht genug kriegen
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