Pola kann nicht genug kriegen

Prager Winkelhuren

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Pola kann nicht genug kriegen

Pola kann nicht genug kriegen

Andreas

Pola errötete, was ihr nur selten passierte. Sie nahm ein ungutes Gefühl wahr. Wie Tante Tereza sie anschaute, bedeutete nichts Gutes. Polas Vorahnung bestätigte sich ziemlich schnell.
„Ich denke, dass du mich morgen besuchen wirst! Es gibt ein paar Dinge, die ich mit dir klären möchte. Du bist schließlich die Tochter meines liebsten Vetters. Da fühle ich mich verpflichtet, dir den richtigen Weg zu weisen.“
Polas Po kribbelte, aber nicht nur dort hinten machten sich juckige Empfindungen breit. Sie hatte schon gestern ein Verlangen gespürt, das mit Terezas Ausstrahlung zusammenhing. Pola erinnerte sich an die Beeinträchtigung, die Tereza angeführt hatte. Sie könne Darina nicht selbst versohlen, da sie unter Arthritis leiden würde. Pola erkannte nun, dass ihre Tante geschwindelt hatte. Musste Darina sie auf Terezas Geheiß hin abpassen, nachdem Pola von der Ballettstunde kam? Vermutlich entsprach dies der Wahrheit.
Die Geburtstagsfeier zog sich endlos hin. Pola saß wie auf glühenden Kohlen, und Tante Terezas anzügliche Blicke sorgten nicht gerade dafür, dass sich diese Nervosität abmilderte. Endlich wurde der Schweinebraten mit böhmischen Knödeln aufgetischt. Pola konnte nicht sehr viel essen, obwohl die Köchin hervorragende Arbeit geleistet hatte. Sie musste ständig an die Verabredung bei Tante Tereza denken. Pola hatte eine vage Vorahnung, was dort auf sie zukommen könnte, aber ganz sicher war sie sich doch nicht.
Nach dem Nachtisch, den berühmten Kolatschen, die Onkel Karel mit Genuss verspeiste, gab es noch reichlich Sliwowitz, den Onkel Karel ebenso gerne verkostete. Polas Papa musste seinen Bruder stützen, als er ihn in das Gästezimmer brachte. Karel blieb als einziger über Nacht, während die anderen Gäste nach und nach aufbrachen.
Pola verabschiedete sich von Tante Tereza.

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