Pola und der Ballettlehrer

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Pola und der Ballettlehrer

Pola und der Ballettlehrer

Andreas

Auf Polas Hintern breitete sich eine zarte Röte aus, die jedoch kaum der Rede wert war. Nun musste sie sich aber sputen, da die Ballettstunde wartete. Pola nahm hin und wieder daran teil, damit ihr Vater nicht noch misstrauischer wurde, als er es sowieso schon war. Sie meldete sich bei Frau Meyen ab, die ihr einen zarten Klaps mit auf den Weg gab. „Pass schön im Unterricht auf, Pola. Dein Vater wird bald unsere Vorstellung besuchen und da solltest du nicht unangenehm auffallen!“ Pola nahm diesen Hinweis als Warnung. Frau Meyen konnte auch anders und es war nicht ausgeschlossen, dass sie einem unartigen Mädchen den Hintern versohlte, wenn sie es als notwendig ansah. In der Schule angekommen, schlüpfte Pola in ihr Trikot. Es saß wie eine zweite Haut. Pola glaubte sogar, die vorab empfangenen Hiebe zu spüren, die ihr Herr Adam verabreicht hatte. Sie setzte sich, um die Ballettschuhe anzuziehen. In der Halle sah der Tanzlehrer auf seine Taschenuhr. „Sie sind zu spät, Fräulein Pola! Dabei gehören sie zu den Elevinnen, die Übung nötig haben.“ „Entschuldigen Sie, Herr Bartok. Ich hatte noch etwas Wichtiges zu erledigen.“ Der Tanzlehrer schüttelte nur den Kopf. Pola nahm ihre Position ein. „Beugen, meine Damen!“, rief Herr Bartok. Pola ging in die Knie, wobei ihr Po das Trikot spannte. „Hoffentlich reißt es nicht!“, betete sie leise. Pola wurde erhört. Das Trikot hielt auch, als der Lehrer eine Pirouette verlangte. „Sehr schön, Pola, aber ziehen Sie beim nächsten Mal ein Trikot an, das nicht ganz so eng sitzt. Ich hatte heute Bedenken, dass es hinten herum aufplatzen könnte.“ Pola ignorierte das Kichern ihrer Mitschülerinnen. Sie mochte den Tanzlehrer und wusste zudem, dass Herr Bartok mit Frauen rein gar nichts anfangen konnte. Von daher nahm Pola seine Bemerkung als einen gut gemeinten Rat an.

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