Verena hoffte, dass ihr Nachbar ruhig blieb und nicht gleich wieder einen Peterwagen anforderte. Der Anblick von zwei hosenlosen Teenagern über dem Schoß der jeweiligen Mama gäbe ein seltsames Bild vor den Polizisten ab. Das wollte Verena sich und den anderen Beteiligten gerne ersparen. Zumal die besagten Popos auch nicht mehr ganz der Norm entsprachen. Bis vor einer Viertelstunde herrschte hintenherum unschuldiges Weiß vor. Mittlerweile tendierte die Gesäßfarbe eher in Richtung Dunkelrot. Sonja fühlte die Wärme unter ihrem Handteller, die sich rasant auf Alinas Hinterteil ausbreitete. Die Mutter fand, dass es reichte.
Verena stellte dasselbe bei Maria fest, die nun auch wirklich genug gelitten hatte. Das Klagen fand Gehör bei den Mamas, die ihre Töchter endlich erlösten. Marias laute Stimme füllte den Raum aus:
„Au, Mama, hau mich bitte nicht mehr…der Popo tut so weh…ich passe in Zukunft auch besser auf!“
Verena strich ihrer Tochter durchs blonde Haar. Maria hatte tatsächlich geweint. Verena hoffte, dass sie nicht zu streng gewesen war. Ein Blick zu Sonja genügte. Alinas Mutter tätschelte zärtlich ihren Po, den eine ähnliche Farbe wie Marias schmückte. Verena klapste gedankenverloren das Hinterteil ihrer einzigen Tochter. Maria schluchzte, fühlte sich aber sehr geborgen. Es war eine anrührende Szene, die große Liebe widerspiegelte. Die Töchter spürten, dass ihre Mamas stets für sie da waren.
Die jungen Frauen empfanden diese, bei ihren Mamas recht popoläre Erziehungsmaßnahme weder als ungerecht, noch als willkürlichen Akt. Beide spürten, dass ihnen diese altmodische Methode kaum schadete, sondern erheblich weiterbrachte. Selbstverständlich schmerzten den Mädchen die zarten Kehrseiten, aber das war ja auch im Sinne ihrer Mütter. Maria nahm sich fest vor, bei der nächsten Fete besser aufzupassen. Verena küsste ihre Tochter, als sie ihr dieses Versprechen gab.
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