Martin Svoboda wollte ihm gerade die Erlaubnis dazu erteilen, als Valenta seinen Uniformärmel ergriff. „Bitte Herr Inspektor, 48 Stunden sind viel zu lang. Ich werde Ärger bekommen, wenn ich zwei Tage nicht arbeiten kann.“ Sie sah ihn flehend an und Martin glaubte sogar, eine Träne in ihren grünen Augen zu sehen. Darina schloss sich ihrer Kollegin an. Die 20 Jahre alte Frau änderte ihren Tonfall. Ihre Stimme erinnerte an ein unschuldiges Mädchen, das den strengen Lehrer um Nachsicht bittet. „Lieber Oberinspektor, denken sie nur an meine Mama. Sie wird sich sorgen und womöglich in Ohnmacht fallen, wenn sie erfährt, dass ich von ihnen eingesperrt wurde.“
Martin Svoboda lachte. „Sie sollte dir lieber mal wieder den Hintern versohlen, Darina. Es tut mir leid, aber ich muss dem Gesetz folgen. Ich kann euch nicht einfach ungestraft davonkommen lassen.“ Valenta trat einen Schritt näher, als wollte sie verhindern, dass der Kriminalagent mithören konnte. „Könnten wir diese leidige Affäre denn nicht auf die übliche Weise aus der Welt schaffen? Das würde ihnen nicht nur den ganzen Schriftkram ersparen, sondern auch die Kosten für unseren Gefängnisaufenthalt.“ Bevor der Agent seine Einwände vorbringen konnte, brachte ihn Martin Svoboda mit einem strengen Blick zum Schweigen. „Ihr kostet mich noch den letzten Nerv! Ich bin mit eurem Vorschlag einverstanden, aber es wird heute das letzte Mal sein! Miroslav und Jiri. Ihr holt die Bank her und was wir sonst noch brauchen. Beeilt euch, meine Frau wartet mit dem Abendessen auf mich und ich möchte nicht, dass es wieder kalt wird!“ Agent Bojan ereiferte sich. „Das ist nicht erlaubt, Herr Oberinspektor. Die Frauen müssen zumindest dem Haftrichter vorgestellt werden.“ Martin hatte genug. „Sie können jetzt gehen, Bojan.
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