Ich werde diese Angelegenheit mit dem Bezirkskommandanten regeln. Ich denke nicht, dass sie im Moment noch gebraucht werden!“ Bojan verließ mit wütendem Gesichtsausdruck das Polizeirevier. Miroslav und Jiri schleppten die Bank in die Mitte des Raumes. Jiri wandte sich an den Oberinspektor. „Meinen sie nicht, dass Bojan dem Kommandanten Meldung erstattet?“ „Und wenn schon?“, entgegnete Martin. „Der Bezirkskommandant hat sich noch nie für ein paar Striemen interessiert. Wir regeln das hier jetzt auf die altbewährte Weise, wie es die Damen vorgeschlagen haben.“ Martin Svoboda nahm den Rohrstock entgegen, den Miroslav mit einem Tuch abgerieben hatte. „Röcke und Unterwäsche ausziehen, werte Fräulein. Das gilt auch für Strümpfe und Hüfthalter!“ Während Valenta und Darina sofort ihre Schnürstiefel ablegten, blieb Jola reglos auf der Bank sitzen. „Das gilt auch für dich, Mädchen! Mach schon, oder sollen Miroslav und Jiri dir beim Ausziehen behilflich sein?“ Jolas Wangen glühten. Sie zog sofort ihre flachen Schuhe aus, um sich dann zu erheben. Martin hatte die 20-jährige noch nie zuvor auf der Straße gesehen. Wobei das nicht besonders viel Aussagekraft hatte, da es bald jeden Tag neue Frauen gab, die sich auf dem Strich etwas dazuverdienen wollten. Darina und Valenta lösten ihre Hüfthalter, nachdem sie zuvor die Strapse von den seidigen Strümpfen entfernt hatten. Mit einem Seufzer rollten beide die Strümpfe ab. Jola lag etwas zurück, wobei sie ihren mausgrauen Rock bereits ausgezogen hatte, Martin wunderte sich ein wenig, dass sie sich so genierte. Er vermutete, dass Jola ein raffiniertes Spiel spielte, indem sie das Unschuldslamm mimte. Endlich stand auch sie im Höschen vor den neugierigen Männeraugen. „Die Hosen müssen auch runter. Das solltet ihr eigentlich wissen!
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