Auch Aschas Lehrzeit war am frühen Vormittag zu ende. Sie hatte gerade noch die Zeit, ihre Sachen zu packen und sich von den liebsten Priesterinnen zu verabschieden. Der Gönner erwartete die Indische Schönheit schon mit kostbarem Geschmeide am Tor. Traurig winkte sie Nefret noch ein letztes mal aus dem Senftenfenster zu. Ihr Gönner drängte. Er konnte es wohl kaum noch erwarten, von den neu erworbenen Künsten seiner langbeinigen Wildkatze zu kosten...
Nefret musste noch etwas warten, bis endlich auch der Schreiber des Apard erschien, um sie sicher heim zu geleiten. Sie hatte also noch reichlich Zeit, auch ihrer lieben, guten Lehrerin „Lebe Wohl“ zu sagen. Auch die reifere, bildschöne, schwarze Edelkatze, war der Schülerin in den Monaten sehr ans Herz gewachsen. Dicke Tränen kullerten...
„Möge Bastet dich auf all deinen Wegen sicher leiten“, ...segnete sie ihre einstige Schülerin. Eine letzte Umarmung am Tor, ...dann trottete Nefret traurig an der Seite des jungen Schreiberlings sie Straße herunter.
Aber trotz der traurigen Abschiede, erlebte Nefret auch eine amüsante Überraschung. Als sie so neben ihrem jungen „Kollegen“ durch die Gassen schlenderte, bemerkte sie eine deutliche Beule in seiner Toga. Scheu glitten seine Augen immer wieder über ihren aufregenden Leib, wenn er glaubte, sie würde es nicht bemerken. Früher war ihr nie aufgefallen, dass sich der Bettknabe ihres Herren auch durchaus für Mädchen interessierte. Job und Gehorsam gegenüber seines Herren, war das Eine. Aber Privatinteressen konnten selbst einem Sklaven nicht abgewöhnt werden. Apard galt als tolerant, so lange seine Interessen nicht verletzt wurden. Der Junge war bi, ...und unübersehbar an ihren Reizen interessiert. Nefret registrierte es mit Stolz und Freude. Denn die Abende im Kontor, konnten auch manchmal recht langweilig sein…
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