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Fortsetzung von "Betty" und "Kavalier & Gigolo"

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Abdullah Quasseem

„Ach! Du machst es also für Geld?“ In der nur halb als Frage formulierten Feststellung drückte sich Bettinas Überraschung aus. Die Antwort war längst klar.
„Deswegen bin ich hier, Schätzchen“, antwortete er ungerührt, „im Austausch für ein paar vergnügliche Stunden nehme ich ein Honorar. Ganz genau.“ Er fühlte die widerstreitenden Gefühle, die seine Worte bei seinem Gegenüber auslösten und ergänzte nach einer kurzen Pause: „Aber es ist nicht nur wegen dem Geld. Ich mag dich! Wirklich, ich finde dich nett! Und wir könnten richtig viel Spaß miteinander haben. Wenn ich dich nicht nett fände, würde ich’s auch für Geld nicht mit dir machen, auf keinen Fall. Aber das, was ich zu bieten habe, kriegst du nun mal nicht umsonst.“
Die emotionslose, fast überhebliche Art, in der er das sagte und vor allem wie er das „Du“ betont hatte, wirkten ernüchternd. Bettina hatte noch nie für Sex bezahlt, hatte noch nicht einmal daran gedacht, je dafür zu bezahlen – bis zu diesem Tag. Der Gedanke war ihr fremd. Aber sie war gerade so unglaublich erregt. Er war heiß und ihr schwirrte der Kopf wie noch nie.
Er hatte sich wieder mit einem Stück des Handtuchs bedeckt. Seine Erektion klang nicht sofort ab, es sah fast so aus wie vorher in ihrer Fantasie nur noch erotischer. Ihr Körper befand sich in Aufruhr, in ihrem Schoß pochte es noch immer gnadenlos.
Man sagte doch im Allgemeinen von Männern, sie seien schwanzgesteuert. Zeige ihnen ein paar Titten, ‘nen strammen Arsch und Beine in High Heels und sie verloren völlig den Verstand. Bisher hatte sie darüber gelächelt. Aber jetzt verstand sie. Der Kerl machte sie irrsinnig wuschig. Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Sein Hammer hatte sich so mächtig in ihrer Hand angefühlt, als er vorhin zugestoßen hatte. Es war wie ein Stich direkt zwischen ihre Beine gefahren. Ein unsagbar süßer, geiler Stich. Unvermeidlich hatte sich ihr Körper zusammengezogen, sie hatte gepresst und selbst ein Stöhnen nicht verhindern können, so ungeheuer hatte es sie erregt. Es war zu spät, sich einfach wieder zu beruhigen, wie man es von einer reifen, charakterlich gefestigten Frau hätte erwarten können. Das unbarmherzige Pulsieren zwischen ihren Schenkeln verlangte nach Befriedigung - dringend. Ja, sie konnte es nicht anders nennen: Sie war in diesem Moment komplett mösengesteuert.
Sie könnte sich mit ihrem Vibrator Befriedigung verschaffen, den sie wie fast immer auf solchen Reisen dabei hatte und der vermutlich vor dem Einschlafen auch so zum Einsatz gekommen wäre, nur dass sie jetzt nicht mehr so lange warten konnte. Wenn, dann müsste sie es gleich, ohne Aufschub, machen, aber es schien ihr jetzt ein schaler Ersatz und beinahe beschämend. Oder sie ging auf sein Angebot ein...
„Und wieviel? Ich meine, was verlangst du so?“, hörte sie sich selbst fragen, während sie gebannt zusah, wie sich sein vom Handtuch halb bedeckter Ständer wieder senkte.
„Na, ja“, antwortete er, wobei er sie mit einem unverschämt verführerischen Grinsen von der Seite ansah, „Tausend Euro sollte es dir schon Wert sein.“
„Tausend Euro!“, entfuhr es Bettina beinahe entsetzt mit ungläubigem Tonfall, „… für einmal?“ Sie hätte mit 250,--, allerhöchstens 500,-- Euro gerechnet. Der Typ war doch verrückt. Obwohl, sie hatte keine Ahnung. Vielleicht war das der übliche Tarif, den liebeshungrige Damen in solchen Hotels zahlten – einem der besten und teuersten der Stadt. Oder pokerte er nur hoch?
Noch während sie versuchte, seine Forderung einzuordnen, fuhr er fort: „Hör mal zu, Schätzchen! Ich erklär‘ dir jetzt, wie das läuft. Tausend Euro sind sozusagen mein Einstiegspreis, weil ich dich wirklich mag. Manchmal nehm‘ ich mehr als das Doppelte. Andere zahlen das ohne Murren. Aber dich find ich ehrlich süß, und trotzdem, unter Tausend läuft nichts. Und es ist nicht für ‘ne schnelle Nummer, außer du willst es so. Du bezahlst für die ganze Nacht. Wenn du willst, bleibe ich bis morgen früh. Und: Wenn du nicht kommst, kriegst du die Hälfte zurück, O.K.? Die meisten legen aber sogar freiwillig noch was drauf. Aber ich will mich nicht aufdrängen, verstehst du. Ich dachte nur, es könnte dir gefallen. Deine Entscheidung!“
Es klang wie ein Verkaufsgespräch, ganz sachlich, und das war es im Grunde ja auch. Die Sicherheit, die er dabei ausstrahlte, überzeugte. Und vor allem war er einfach unwiderstehlich sexy. Wann hatte sie schon die Gelegenheit auf ein Abenteuer mit einem wie ihm? Und wie oft hatte sie in letzter Zeit überhaupt richtigen Sex? Fast hatte sie geglaubt, sie werde zu alt dafür. Aber da hatte sie sich getäuscht. Die Flamme der Lust brannte noch immer in ihr – und wie! Tausend Euro waren viel, ja. Aber sie konnte es sich leisten – nur dieses eine Mal. Es sich einmal hemmungslos von ihm besorgen lassen, alles andere vergessen, sich nur ihrer Lust hingeben, ihn satt in sich spüren bis zur Schmerzgrenze, ohne Verpflichtung, ohne Reue? Das Geld hätte sie bald vergessen.
„So viel habe ich nicht mit“, wandte sie zaghaft ein, halbherzig hoffend, es könnte an ihrem doch bereits feststehenden Entschluss noch etwas ändern.
„Kein Problem“, antwortete er ruhig, „in der Lobby steht ein Bancomat, gleich links neben der Drehtür.“
‚Oh, Gott!‘, wollte sie das wirklich. In einer verborgenen Ecke ihres Kopfes, die noch nicht völlig von Schwindel erfasst war, existierte noch eine winzige Spur von Widerstand, aber ihr ganzer Körper schrie ja - JA! Und wenn es eine Enttäuschung wäre, wenn die Erwartung größer wäre als der Vollzug?
„Und du magst mich wirklich ein bisschen? Oder sagst du das immer, als so ’ne Masche?“ Eigentlich war es ihr egal. Sie wollte diesen Schwanz, sich um ihn schlingen, dieses Monster in sich spüren, sonst nichts.
„Ich find‘ dich wirklich süß, keine Masche!“, erwiderte er, richtete sich auf und beugte sich zu ihr vor. Seine Hand fuhr langsam an der Innenseite ihres Schenkels hinauf, fast bis ganz nach oben, verharrte dort und kraulte sie zärtlich. Es machte sie wahnsinnig geil. Sie hatte das Gefühl zu zerfließen, spannte sich und stöhnte zart „Du wirst es nicht bereuen. Glaube mir“, sagte er in sonorem, hypnotischem Ton – und ließ wieder von ihr ab.
„Also gut. Abgemacht. Tausend“, sprudelte es jetzt schon voll ungeduldiger Vorfreude nervös aus ihr heraus, „auf meinem Zimmer?“
„Würde sich anbieten.“ Er lächelte. „Ich geb‘ dir ‘nen Vorsprung. Zehn Minuten?“
„Zwanzig“, stotterte sie. Auch wenn sie es kaum noch erwarten konnte, wollte sie sich doch ein wenig vorbereiten, „206.“
„Oho!“, reagierte er heiter, „nomen est omen.“
Nachdem sie mit 20 frischen, grünen 100 Euro Scheinen versorgt (lieber ein bisschen mehr als das Nötigste) rasch auf ihr Zimmer zurückgekehrt war und sich unter einer kalten Dusche auch ihre Libido etwas abgekühlt hatte, hatte sie ihre Haare gerichtet, Make-up und roten Lippenstift aufgetragen und sich den dunkelblauen, kurzen Seidenunterrock mit der durchbrochenen Spitze um den Busen (nach kurzer Überlegung das Verführerischste, was sie an Wäsche dabei hatte) und dazu ihre schwarzen Pumps angezogen. Die hohen Absätze machten sie größer, streckten ihre Beine und ließen sie schlanker erscheinen. Darauf standen die Männer doch. Auch wenn sie ihn bezahlte, wollte sie ihm doch gefallen und nicht zuletzt sich selbst.
Sie war keine umwerfende Schönheit, das wusste sie, aber so schlecht sah sie auch nicht aus. Sie war eine richtige Frau und noch lange nicht zu alt für ein bisschen Spaß im Bett. Ein wohliger Schauer überlief sie bei dem Gedanken. Mit einem Finger erfühlte sie ihre Möse. Sie war ganz empfindsam und feucht vor Aufregung …

Noch während sie sich im Spiegel begutachtete, klopfte es. Er stand in der Tür: Groß, kräftig, jugendlich, sah fast noch besser aus als vorher im Dämmerlicht der Sauna, in weißen Sportschuhen, einer blauen Hose mit weißem Längsstreifen und einem dazu passenden, blauen Sportblouson.
„Hast dich für mich hübsch gemacht. Sieht richtig scharf aus!“, bemerkte er charmant, während er seine Sporttasche abstellte und sie mit einem Blick anlächelt, bei dem ihr ganz heiß wurde, nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte.
Bettina trat zwei Schritte zurück, ohne ihren Blick aus erwartungsvoll leuchtenden Augen von ihm abzuwenden. Er kannte die Zimmer. Sie hatte eines der mittleren, das neben einem großen Bett Platz für einen kleinen Tisch mit zwei Sesseln in einer Fensternische bot und für einen Schreibtisch gleich nach dem schmalen Eingangsbereich, der mit schwungvoll abgerundeten Kanten aus einem Einbaumöbel mit Kommode und Minibar, dem Bett gegenüber, herausragte. Eine Junior Suite. Auf dem Nachtkästchen neben dem Bett lag fächerförmig ausgebreitet ein kleines Bündel Einhundert-Euro-Scheine. Alwin würde nicht nachzählen müssen. Er war sicher, dass es sich um den vereinbarten Betrag handelte. Sie war nervös und ungeduldig. Das lag fast greifbar in der Luft. Nichts Ungewöhnliches für eine Situation wie diese. Er konnte gut damit umgehen.
„Nun lass dich einfach von mir verwöhnen, hm. Hab‘ keine Scheu! Es ist ganz normal, dass du geil bist, nichts was dir peinlich sein müsste. Deswegen bin ich ja hier. Lass‘ es raus und genieß‘ es!“ Während er das in beruhigendem Tonfall sagte, ließ er seinen Blouson zu Boden gleiten und stand mit nacktem Oberkörper vor ihr. Sie legte eine Hand flach auf seine Brust und fühlte die Wärme seines Körpers. Er zog sie zu sich, bewunderte ihre Brüste – sie seien noch tadellos - strich dabei mit der rechten Hand langsam ihren Schenkel hinauf, schob den Saum ihres Unterrocks hoch und fuhr, als sie es schon kaum noch erwarten konnte, von hinten zwischen ihre Beine. „Da freut sich aber jemand schon sehr“, flüsterte er, während sein Finger durch ihre feuchte Schamspalte glitt, sie widerstandslos teilte und mit zärtlichen Berührungen sanft massierte.
Bettina schlang ihre Arme um seinen Hals, legte ihren Kopf an seine Brust, winkelte ein Bein an und stöhnte. Oh, wie gut sich das anfühlte, sein zärtlich geiles Streicheln im Brennpunkt ihrer Lust. Sie wurde ganz kuschelig. Während er sie weiter zwischen den Beinen kraulte, fühlte sie seinen Schwanz an ihrem Bauch, wie er härter und größer wurde. Zaghaft, noch unsicher ließ sie eine Hand an seinem Oberkörper hinuntergleiten, schob sie in den Bund seiner Hose, ergriff seinen Schwengel, der sich in ihrer Hand zu voller Größe aufrichtete. Streichelnd und knetend erfühlte sie sein ganzes Volumen. Er kam ihr so riesig vor, beinahe wie ihr eigener Unterarm. Die Augen wie im Traum geschlossen, stöhnte sie abermals leise. Die Situation hatte auf einmal etwas Unwirkliches, aber es war wahr: Sie zahlte gerade einem Superlover tausend Euro dafür, dass er sie vögelte und es machte sie besinnungslos geil. Das intensive Erregungsgefühl erfasste ihren ganzen Körper. Ihre Knie wurden weich, ihre Wangen glühten. Sie fühlte sich wie in Trance. Sein Streicheln zwischen ihren Beinen machte sie immer geiler. Ihr Hand umklammerte seinen hart gespannten Hammer. Der Eindruck männlicher Stärke machte sie ganz benommen. Seine Finger knubbelten zärtlich an ihrem Kitzler. Mit kraftlosen Beinen hing sie an ihm. Oh, gleich würde sie kommen. All ihre Sinne steuerten darauf zu.
Doch Alwin hörte noch vorher auf, hielt sie mit starken Armen, bis sie wieder festen Stand hatte, schlüpfte aus seiner Hose, packte Bettina mit kräftigen Händen an der Taille, hob sie ein wenig an, schob den Unterrock über ihre Hüften, setzte sie auf die Tischplatte des Schreibtischs und stand nun nackt in seiner ganzen Manneskraft vor ihr, ganz nah.
Bettina hatte sich, auf ihre Hände gestützt, ein wenig zurückgelegt und betrachtete ihn mit glasig, verhangenem Blick. „Brauchen wir das wirklich?“ Ihre Augen deuteten auf das Kondom in seiner Hand, das er schon vorher aus einer seiner Taschen herausgeholt haben musste.
„Nein. Wenn du nicht willst.“ Er zuckte mit den Schultern und machte eine halb fragende Geste, es fallen zu lassen.
Sie wollte seinen mächtigen Mörser unmittelbar in sich fühlen. Wenn schon, denn schon. „Kostet das extra?“

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