“, kriegte nun Bastian in der Reihe gleich sein Fett mit weg. Die Ansage ging direkt in das Gesicht von Bastian, der dabei nicht einen Millimeter zurückwich. Peter registrierte, dass er mit seiner Tirade niemanden beeindruckte. Mich nicht und Basti erstrecht nicht. Mein Schatz hatte sich in den letzten Wochen verändert. Der Prozess dazu, musste schon in Berlin angefangen haben. Er war härter geworden. Körperlich auch, aber besonders sein Selbstbewusstsein war stärker geworden. Ich hatte ihn dazu getrieben, es war der Selbstschutz, den er sich aufgebaut hatte. Was ich in der kurzen Zeit heute Nachmittag beobachten konnte, gefiel mir und brachte ihm eine gute Handvoll zusätzlicher Bonuspunkte bei mir ein.
„Lass uns ein Stück gehen.“, bestimmte er. Bastian hatte sich meine Hand genommen und sah mich mit festem Blick an. Nur seine Augen forderten meine Zustimmung für den tätlichen Angriff seiner Finger auf meine Hand ein. Endlich fragte er nicht, er bestimmte.
„Nichts lieber als das.“, antwortete ich und drückte seine Hand noch ein kleines Stück fester. Ich ließ mich nur zu gern von ihm führen. Meine Füße, auch der Künstliche, schoben sich langsam durch den warmen Sand. Schulter an Schulter mit ihm, meinem Schatz. Obwohl mir noch nicht klar war, ob er es werden würde und wenn ja, ob ich so nennen durfte. Es spielte keine Rolle für mich, denn mit jedem Schritt fühlte ich mich mehr mit ihm verbunden, was spielte da die Anrede noch für eine Rolle.
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Die Sonne war zu einem feuerroten Ball geworden, der kurz über dem Meeresspiegel stand. An dieser Stelle des Strandes gab es zu dieser Uhrzeit keine Menschen mehr. Die Touris saßen sicher alle vor ihrem
„All-in-Buffet“ und stopften sich die Bäuche voll. Ich selbst hatte zuletzt heute morgen was gegessen, aber in meinem Bauch wäre gar kein Platz für Nahrung gewesen, denn der wurde von den Schmetterlingen gebraucht, die mit ihren Flügelschlägen dieses süße Kribbeln verursachten, das mich unruhig werden ließ.
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