Sie schluckte einfach deshalb, weil sie nicht wusste, wohin mit dieser Unmenge an Sperma. Ein Kleenex hätte hierfür nicht gereicht und auch keine ganze Box davon. Aber es gefiel ihr auch, es so wollüstig mit zwei Fremden zu treiben und Grenzen zu überschreiten. So waren sie und die beiden wirklich befriedigt, schäkerten noch ein wenig und stahlen sich dann wieder davon aus dem für Schäferstündchen wirklich bestens geeigneten Abteilungsbüro.
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Wenn Livia in der Abteilungsbesprechung unruhig saß, wussten Martin und Wilfried, dass sie wieder einen Bolzen im Po hatte. Und irgendwann zwinkerte sie unauffällig in ihre Richtung, da wussten sie, ein Abendtermin wäre heute angesagt. Sie nannten das Projektgruppe WbL, das hörte sich klassisch wichtigtuerisch an, hieß aber in Wirklichkeit: wir bumsen Livia. Darüber amüsierten sie sich mindestens so wie über die Tatsache lustvoller Dreier im Büro der Chefin. Es schien, diese geile Dreisamkeit könnte niemals enden! Doch es kam schnell anders. Martin zog sich bald aus dem sinnlichen Taumel dieser Menage à trois zurück. Er bekam echt kalte Füße, nachdem seine Frau über gute Kontakte in seine Abteilung verfügte und bereits nach zwei Abendterminen begann, Fragen nach dem genaueren Wesen dieses ominösen Projekts zu stellen. Einmal traute sich Martin noch, doch es ging ihm sichtlich nicht gut dabei. So war dies bald der Anlass, das Projekt WbL für sich persönlich und somit wahrhaftig gegenüber seiner Gattin als abgeschlossen zu erklären.
Wilfried hatte es da leichter. Er saß im Wirtshaus vor seinem Weißbier wie jeden Dienstag und Donnerstag und sinnierte über die doch weitreichenden Veränderungen, die in seinem Leben stattfanden, ohne dass irgendjemand etwas davon mitbekam. Seine Frau Heidi hatte, seit die Kinder ausgezogen waren, wieder ganztags zu arbeiten begonnen und ihre sozialen Kontakte ordentlich ausgebaut.
Projektgruppe WbL
Geschichten vom Anfang der Leidenschaft
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Projektgruppe WbL
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