Qual der Wahl

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Qual der Wahl

Qual der Wahl

Andreas

Die jungen Leute schmusten unter einer alten Linde, wobei der aufgeregte Mann nicht nur unter Sallys Bluse zugange war. Sally soll sich verzückt diversen Liebkosungen hingegeben haben. Die entrüstete Lehrerin berichtete glaubwürdig, dass der junge Herr Sallys bloßen Po gestreichelt hätte. Das Mädel sei dabei sogar auf seinem Schoß gesessen. Die Regeln waren in so einem Fall eindeutig. Sally musste sechs Hiebe mit dem Riemen auf ihre Handflächen beziehen. Ich erklärte ihr, dass ich sie zu Miss Thorne schicken würde, damit diese die nötige Bestrafung vollzog.

Zu meiner Überraschung lehnte Sally sich dagegen auf. Sie erzählte mir aufgeregt, dass sie am kommenden Wochenende an einem Tennisturnier teilnehmen wollte und sie daher auf ihre Hände dringend angewiesen sei. Ich erinnerte mich, dass Sally zu den talentiertesten Sportlerinnen der Schule gehörte. Das Tennisturnier schien ihr sehr wichtig zu sein, was ich durchaus verstehen konnte. Sally hatte eine Profi-Karriere im Sinn und für diesen Traum war sie bereit, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten. Ich überlegte hin und her, wie ich diese Angelegenheit in Sallys Sinn regeln könnte. Ich sah sie ernst an, um ihr die Sachlage vor Augen zu führen. „Es wird nicht ohne Strafe gehen, Sally! Ich verstehe ja, dass du dieses Turnier spielen willst, aber ich muss dennoch auf einer Züchtigung bestehen. Sechs Hiebe auf die Handflächen sind das Mindestmaß für deine Entgleisung, das weißt du ja selbst!“ Sally nickte, wobei sie errötete. Ich sah, dass es in ihrem Kopf rotierte. Sie schluckte, um dann nach den passenden Worten zu suchen. „Ich weiß, dass ich eine Strafe verdiene, Mr. Smith, aber die Jungs…sie werden doch anders als die Mädchen bestraft…könnten sie nicht in meinem besonderen Fall…auch mich…wie einen Jungen aus der Oberstufe behandeln?“ Nun war es raus! Ich spürte, dass mir der Hemdkragen zu eng wurde.

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