Ralfs kleine Schwester

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Ralfs kleine Schwester

Ralfs kleine Schwester

Andreas


Sie trug keine Nylons an diesem frühreifen Maitag. Die kräftigen Waden verdankte das Mädchen dem täglichen Radeln in die, doch mindestens 5 Kilometer entfernte Firma. Ralf ergötzte sich auch an den süßen Grübchen in Petras Kniekehlen, die durch ihre unruhigen Beine hervorgezaubert wurden. Bald war der Jüngling ganz am Ziel angelangt. Er bewunderte schon die strammen Mädchenschenkel, die ihn an eine griechische Marmorstatue erinnerten. Wie fleischgewordene Kapitale wiesen sie Ralf den Weg, der hinauf zu Petras Steiß führte. Der Anblick war phänomenal! Unter dem feinen Stoff ihres Schlüpfers verbargen sich zwei besonders stark ausgeprägte Vertreter des Musculus gluteus maximus. Ralf konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als er sich an Frau Schulze, seine frühere Biologielehrerin, erinnerte. Ralf ging in die achte Klasse damals, und Frau Schulze war wild entschlossen, ihm und seinen Mitschülern die menschliche Muskulatur zu erklären. Sie meisterte diese Aufgabe auf bravouröse Weise. Sie holte einen Jungen und ein Mädchen zu sich nach vorne.
Ralf sah noch immer dieses Mädchen vor sich, besonders ihre feuerroten Wangen. Frau Schulze ließ es sich nämlich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass dieser größte, menschliche Muskel bei Frauen weit voluminöser als bei Männern ausfällt. Als Beleg ihrer These zeigte sie erst auf die Kehrseite des Mädchens, dann auf die des jungen Burschen. Anni, so hieß das Mädel, lief ganz rot an. Sie schämte sich, obwohl sie wunderschön war. Was hätte die Biologielehrerin wohl gesagt, wenn sie Petras üppiges Hinterteil in Augenschein genommen hätte? Sie wäre sicher beeindruckt gewesen!

Ein Ruck ging durch Petras Körper, brachte ihn in die Wirklichkeit zurück. Seine Schwester scharrte ungeduldig mit den Füßen, hielt diese nervenaufreibende Spannung kaum noch aus.

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