Das junge Mädchen bückte sich und schnitt die Rose ganz vorsichtig ab. Petra fasste den Stiel mit spitzen Fingern an, bevor sie ihn zu den anderen ins Gras legte. Sie trug keine Handschuhe, mochte sich ungern piksen lassen, zumal sie um die Schmerzhaftigkeit dieser besonders stachligen Sorte wusste.
Ihr Vater war Gärtner. Hatte seiner 19-jährigen Tochter erklärt. Und dass Rosen Stacheln und keine Dornen besaßen, wenngleich sich letzterer Begriff in der Sprache eingebürgert hatte. Petra war zufrieden, bald hatte sie genügend rote Rosen für einen schönen Strauß beisammen. Sie liebte Blumen, vor allem jetzt im Frühling, wenn die Blüten noch ganz frisch dufteten. An diesem Maitag im Jahr 1956 schien ihr die ganze Welt offen zu stehen. Petra zupfte an ihrem leichten Sommerkleid, das um ihre runden Knie flatterte. Der leichte Wind war warm, roch schon ein wenig nach Sommer.
Der junge Mann konnte sich an ihr kaum sattsehen. Wie schön und anmutig dieses Mädel doch war!
Ralf kannte sie schon sehr lange, seit ihrer frühesten Kindheit. Sie wuchsen zusammen auf, spielten miteinander Fangen oder Räuber und Gendarm. Wobei Petra stets der Räuber sein musste, oder besser gesagt die Räuberin. Dann konnte Ralf das Mädchen festnehmen, was ihm besonders gefiel.
Einmal hatte er sie auch gefesselt, an einen alten Birnbaum gebunden. Der Vater kam dazu und Ralf fing sich eine Backpfeife ein. Ralf fand selbst, dass er sie ein wenig verdient hatte. Es war aufregend, seiner Schwester die Fesseln anzulegen, damit Petra, dem Spiel gemäß, um ihre Freilassung betteln musste. Als Petra sich nicht mehr rühren konnte, nutzte er ihre Wehrlosigkeit aus. Ralf war neugierig, wollte sehen, was ihre Kleidung verbarg. Petra keuchte, sah ihn mit erstaunten Augen an. Langsam hob er ihren Rock, immer höher hinauf, entblößte dabei immer mehr ihrer Geheimnisse.
Ralfs kleine Schwester
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Ralfs kleine Schwester
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