Ramonas Glocken

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Ramonas Glocken

Ramonas Glocken

Anita Isiris

Sehr entspannt, wirklich. Letzte Woche habe ich meinen Job quittiert und bin nun berentet. Ich lebe im Erdgeschoss mit grosser Terrasse, in einem dieser modernen Familienquartiere. Rechtwinklig zu meiner Wohnung steht ein luxuriöser Anbau, der einer Familie gehört, doch dazu später.
Während ich vor kurzem noch zur erwerbstätigen Bevölkerung gezählt wurde, bin ich nun Teil einer Gesellschaft, die über sehr viel Zeit verfügt – möglicherweise zu viel davon. Etliche meiner früheren Arbeitskollegen wurden nach der Berentung so richtig vom Erschöpfungssyndrom gepackt – obwohl sie absolut keinen Grund dazu hatten, erschöpft zu sein. Andere wiederum quälen sich als Romanschriftsteller, die nie etwas veröffentlichen, als Musiker, die nie auftreten und als Gärtner, denen jede einzelne Tomatenstaude krepiert.
Ich selbst gehöre nun erst mal zu den Beobachtern. Am Morgen, wenn es noch kühl ist, setze ich mich mit einem Eiskaffee und der Tageszeitung auf die Veranda, nerve mich über die globale Corona-Paranoia, die möglicherweise keineswegs eine Paranoia ist, und schaue einer Mutter zu, die bunte Wäsche aufhängt. Nichts Spektakuläres dabei, keine «Intimissimi»-Wäsche, keine aufregenden BHs, nichts dergleichen. Sondern in erster Linie Jeans, Shirts und biedere schwarze Socken.
Die männlichen Träger all der biederen schwarzen Socken malochen nun, um meine Rente zu bezahlen, klar. Ist doch gut so. Sie lassen mich hier mit ihren Frauen allein – die meisten Kinder sind jetzt in der Schule. Ist auch gut so.
Besonders angetan hat es mir Ramona im rechtwinklig angrenzenden Block. Wir begegnen uns oft im Treppenhaus, lächeln uns zu… und, ja, sie trägt gerne Jeansröcke mit Reissverschluss an der Vorderseite. Meine Fantasie begibt sich jedes Mal in den Kopfstand, denn ich weiss es genau: Ramona verfügt über Glockenbrüste. Kein Mann auf dieser Welt, der sich nicht schon einmal Gedanken gemacht hätte über die vielfältige Form weiblicher Brüste. Es gibt da die unscheinbaren, lieblichen Tittchen mit Nippeln, die immer durch den Stoff drücken – egal was Frau dagegen tut – es sei denn, sie trüge einen BH aus Blei. Die sind aber heutzutage selten. Dann gibt’s den klassischen Cup C. Nichts Dramatisches, sondern das, was ich im Fitness-Center zu sehen bekomme, in der angegliederten Sauna. Einmal hingucken und weg. Ferner existieren diese wirklich schweren Lustdrüsen, die verzweifelt gegen die Schwerkraft kämpfen. Ein aussichtsloses Unterfangen.
Und… oh Freude schöner Götterfunken… eben die Glockenbrüste. Warme, volle Titten mit festen, gut lutschbaren Nippeln, angenehm rund… sehr angenehm… und zu dieser Kategorie gehörten, so vermutete ich, Ramonas Melonen.
Dann wurde mein Blick magisch angezogen – von den zur Seite gekippten Storen von Ramonas Schlafzimmer. Dort trieb sie es wohl mit Renzo, ihrem Göttergatten, wenn die Buben tief schliefen, mitten in der Nacht. Ich bin keineswegs ein Voyeur, wo denkt Ihr auch hin… aber beim Zeitunglesen und Kaffeetrinken wurde ein ausgesprochen aufregendes Szenario an mich herangetragen.
Ich sah Ramona, schemenhaft, wie sie vor einem Wandspiegel das tat, was die Welt täglich Millionen von Malen stillstehen lässt. Ich sah, wie Ramona nach hinten griff und die Ösen ihres BHs öffnete. Er fiel von ihr ab wie ein welkes Blatt, und ich sah mich in meiner Annahme bestätigt. Glockenbrüste! Ramonas private Glocken! Ich verschluckte mich am Kaffee, so aufgeregt war ich, und ich bin überzeugt, dass mich bereits jetzt zahlreiche Leserinnen zur Hölle wünschen. «Erstick doch an Deinem Kaffee, Du geiler Bock», denken sie. Aber… ich hatte Ramonas Anblick ja nicht gesucht. Ich sass bloss auf meiner Terrasse. Langsam fuhr Ramona mit den Händen über ihre Glockentitten, so, als suchte sie etwas. Überlegte sie sich einen BH-Kauf? Oder… ging es hier um eine Selbstuntersuchung? Ich wurde den Eindruck nicht los, dass meine Nachbarin mit ihrem Traumbusen irgendwie unzufrieden war. Wenn ich sie doch bloss beruhigen und trösten könnte. Der Anblick war mir nicht lange vergönnt. Ramona schlüpfte in eine gelbe Bluse, strich ihr Haar zurück und verliess das Schlafzimmer. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Bei meiner nächsten Begegnung mit ihr wusste ich nämlich, was die Mama unter ihrer Bluse trug – nämlich nichts ausser ihren prachtvollen Glocken mit den dunklen grossen Nippeln.
Die Tage zogen ins Land, nichts geschah, ausser, um Pink Floyd zu zitieren, «shorter of breath, one day closer to death». Ein Rentnerschicksal wie jedes andere.
Dann hatte ich diese wirklich ausgezeichnete Idee. Ich war ja eine Person des Vertrauens für Ramonas Familie. Ihre Jungs mochten mich, und ihrem Göttergatten hatte ich schon oft Werkzeug ausgeliehen und den Grill zum Glühen gebracht. Dass Ramona meinen Grill ständig am Glühen hielt, war da wohl die Gegenleistung. Ich beschloss an jenem Morgen, mir in der nahen Konditorei ein Hörnchen zu kaufen. Eines für mich, und… ja, ich klingelte bei Ramona. Sie öffnete mir in einem Bärchenpijama, der an Süsse kaum zu übertreffen war. Und ihre Struwwelfrisur erst… Ich bot ihr an, ihr ebenfalls etwas mitzubringen, was sie mit einem Lächeln quittierte. «Salamisandwiches für die Family», sagte sie, «eine Cola und für mich auch ein Hörnchen». Eine Stimme wie Engelsgesang. Ich streifte sie mit einem hoffentlich unauffälligen Blick und sah, dass ihre Beine nackt waren. Untenrum trug sie nur einen schwarzen Slip. Aber kein Problem doch, ich war ja der Nachbar.
Ramonas Verlegenheit, als ich abermals klingelte. «Danke», lächelte sie. Und «möchtest Du einen Kaffee?» Wir hatten schon oft Kaffee zusammen getrunken, aber zum ersten Mal verband uns Ramonas Geheimnis. Das Geheimnis ihrer Glocken mit den grossen dunklen Nippeln. Ich trat ein und atmete einen leichten Nivea-Duft. Erst jetzt konstatierte ich Ramonas nasses Haar. Sie hatte geduscht. Frisch geduschte Frauen sind für mich so etwas wie knusprige Hörnchen oder so. Nein, ich bin kein Psycho, ganz und gar nicht. Ich tue ihnen ja nichts, den Frauen, sie mir aber schon. Sie werfen mein Kopfkino an. Ich projizierte somit Ramona für ein paar Sekundenbruchteile in die Dusche, sie, die ahnungslose Nachbarin.
Als wir einander so gegenübersassen, fiel mir auf, dass ich nicht allzu viel zu erzählen hatte. Rentnertage halt. Somit fragte ich nach, wie es ihren beiden Jungs ging, wohl wissend, dass Frauen nichts mehr lieben, als wenn man sie etwas fragt und interessiert zuhört. Ramona war da nicht anders als alle andern. Sie entspannte sich sichtlich und erzählte mir von Nino und Adriano, ihren Zwillingen.
Und dann… öffnete sie den obersten Knopf ihres Pijamas. Es war nicht mehr der Bärchen-Pijama, klar, keine Frau wirft sich nach dem Duschen in ihre alten Klamotten. Es war ein Pijama mit blauen Elefäntchen drauf. «Ist Dir auch so warm?», fragte sie lächelnd, stand auf und füllte sich in der offenen Küche ein Glas Wasser. «Du auch?», fragte sie. Die Zunge klebte mir am Gaumen, nicht aber wegen des Durstes, sondern wegen Ramonas Hintern, der sich unter der Baumwoll-Pijamahose abzeichnete. Die blauen Elefäntchen über ihrem Po waren leicht verzerrt. Oh wie ich diese Tiere beneidete. Ramonas Hintern war, wie auch ihre Brüste, keineswegs von schlechten Eltern. Welch eine Freude, welch ein Elysium musste es sein, dies Frau zu vögeln, um das mal ganz direkt auszudrücken. Ramonas Göttergatte… wie glücklich er doch sein musste, der erwerbstätigen Bevölkerung anzugehören, jeden Tag etwas Sinnvolles zu tun, um dann am Abend, nach dem Verzehr der Familienpizza und nachdem er den Zwillingen bei den Mathe-Aufgaben beigestanden hatte, sich mit dieser Wunderfrau ins Schlafzimmer zurückzuziehen.
«Was denkst Du gerade?» fragte Ramona keck und lächelte mir aufmunternd zu. «Ooooch… nichts…», antwortete ich nicht ganz wahrheitsgemäss und schob mir einen Keks in den Mund. «Sag mal… darf ich Dir… etwas zeigen?» Welch ein Idiot wäre ich gewesen, wenn ich verneint hätte. Sie erhob sich und ging ins Schlafzimmer. «Komm», sagte sie leise. «Es ist folgendermassen: Ich habe mir eine kleine Rose auf die linke Pobacke tätowieren lassen. Und mein Mann… mag keine Tattoos, weisst Du…». Sie schaute mich mit grossen Augen an. In diesem Moment wusste ich auch, dass sie in letzter Zeit keinen Sex gehabt hatte. Zumindest von hinten hatte er sie nicht genommen, sonst wäre ihm das Tattoo ja aufgefallen. «Schau mal… ich möchte einfach wissen, wie es auf einen Mann wirkt und was er dazu sagt». Sie schlüpfte kurzerhand aus ihrer Pijamahose und wandte mir ihren Hintern zu. Ich gab den nüchternen Betrachter, obwohl in mir ein Sturm toste. Ramonas nackter Hintern! Hier, in ihrem Schlafzimmer! Im Raum, in dem wohl auch, mit viel Leidenschaft und Gestöhne, ihre Zwillinge gezeugt worden waren! «Lass sehen», sagte ich heiser, und «bück Dich mal ein bisschen». Ramona tat wie geheissen, ich ging in die Knie und hatte ihre zuckersüsse Pflaume direkt vor der Nase. Ich berührte ihre linke Pobacke. «Ganz gut», sagte ich, «wirklich… so schön und so natürlich…». Ich liess meine Hand ruhen, Ramona sagte nichts. Aber ihre Körpersprache sagte mir genug. Bereits in der Rückenansicht erkannte ich ihre aufkeimende Lust. Ich legte ihr meine Rechte aufs Kreuz, weil ich weiss, dass das viele Frauen mögen. Das Kreuz ist eine arg vernachlässigte Region – die meisten Männer quetschen ein bisschen an den Brüsten rum, ein bisschen Halsküsserei, wenns hochkommt – und dann der schnelle, gedankenlose Fick. Abspritzen. Fertig. Nein, das hat keine Frau verdient – eine wie Ramona schon gar nicht.
Also liess ich meine Hand über ihrem Kreuz kreisen, massierte ihre Pobacken und merkte, dass sie sich entspannte. Ramona mit den Glockenbrüsten, jaja. Sie kletterte aufs Bett, flüsterte, dass sie ältere Männer sehr möge, mich vor allem – und sie tat das, wovon viele Geschlechtsgenossen ein Leben lang vergeblich träumen. Sie ging ins hohle Kreuz, drückte den Po durch… und offerierte sich mir. Ich nestelte an meiner Gürtelschnalle, aber irgendwie war mir das zu trivial. Ich wollte mehr, also liess ich die Spannung ansteigen und kitzelte Nadines Schamlippen. Feste, pralle Mamaschamlippen, so etwas… transgalaktisch-elysisches. Und da war noch immer dieser Niveaduft. Es ging allmählich gegen 10:30 Uhr zu, da war also noch viel Zeit zum Geniessen – und in Bälde würde ich Ramonas Glocken persönlich kennenlernen dürfen. Endlich drehte sie sich auf den Rücken und schenkte mir einen tiefen, verlangenden Blick. Ich wollte sie nicht länger quälen, öffnete meine Hose und befreite meinen Speer. Dann nahm ich sie mit ein paar kräftigen Stössen.
Ramona keuchte, drückte aber meine Hand weg, als ich ihr Elefäntchen-Pijamaoberteil aufknöpfen wollte. «Nicht… mach das nicht…». «Ach komm… ist doch nichts dabei…». Aber Ramona liess sich nicht erweichen. Sie wollte mir ihre Glocken nicht zeigen. «Ich schäme mich so…», sagte sie, während an ihrem Hals rote Flecken erschienen. Ich respektiere Frauen. Immer. Also genoss ich andere Details, etwa, wie sie ihre Hände öffnete und schloss, während ich sie genussvoll fickte. Wie feucht sie war! Ihr frisch nach Shampoo duftendes Haar. Und klar war da meine Imagination. Ich hatte ihre Glockenbrüste ja gesehen, aber sie wusste es nicht. Ich hatte meinen Ausblick, von meiner Terrasse aus. Hinter uns beiden war jetzt der Wandspiegel. Die doppelte Ramona. Ich massierte ihre Vulva und schaute uns im Spiegel zu. Der oberste Knopf ihres Pijamaoberteils war noch immer offen. Mehr gönnte sie mir nicht.
Es ist bis heute unser einziger Fick geblieben. Einmal ergab sich die glückliche Situation, dass sie mir ihren Hausschlüssel in die Hand drückte, um mit ihrer Familie ein paar Tage in die Berge zu verreisen. «Die Zimmerpalmen, Du weisst schon». Ich wusste. Ich hatte sie schon mehrmals gewässert.
Und ich wurde von ihrem Schlafzimmer magisch angezogen. Ich hatte ein Recht, den Raum zu betreten, fand ich, er war ja gewissermassen auch Teil meines Lebens. Ich hatte Mama Ramona gevögelt. Aber mich interessierte nicht ihr Bett, sondern ihre Nachttischkommode. Und die ihres Göttergatten.
Was ich bei ihr in der Schublade entdeckte: Vier teure Dildos, wovon einer aquamarinfarben war. Ein doppelter Tarzan. Ramona mochte also auch anale Spielchen. «Kleine Sau, Du…», murmelte ich. «Ts ts ts…». Ich bekam augenblicklich einen Steifen.
Was ich bei Ramonas Göttergatten in der Schublade entdeckte: Einen Fotoband. Nacktbilder von Ramona. «Strand in Cap d’Agde», war eines der wunderbaren Bilder beschrieben. Es zeigte Ramona von hinten – ihr reiner, süsser Po – noch ohne Rosentattoo. Gewagte Nahaufnahmen ihrer Vulva. Ramonas Bauch. Ramona schwanger. Ramonas offene Lippen.
Ramonas Glocken hingegen suchte ich vergeblich. Sie zeigte sie also auch ihrem Göttergatten nicht ohne Weiteres, was mich irgendwie beruhigte.
Ramonas Glocken.
Mein gesamtes Rentenalter werde ich damit verbringen, von Ramonas Glocken zu träumen.

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