Recht der ersten Nacht

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Recht der ersten Nacht

Recht der ersten Nacht

A. David

„Meine Frau schämt sich, da sie keine Jungfrau mehr ist.“

„Da werde ich großzügig drüber hinwegsehen“ sagte der Fürst und machte Anstalten, wieder auf das Pferd zu steigen.

„Mein Fürst, hört mich an. Ich habe gehört, dass Ihr dem Spiel nicht abgeneigt seid. Gewährt mir eine Partie Ecarte mit Euch. Gewinnt ihr, bekommt Ihr Sieglinde für eine Nacht, wie es üblich ist, und statt des zehnten als Abgabe bekommt ihr von mir lebenslang 15%. Gewinne ich jedoch, verzichtet ihr auf Sieglinde und ich bekomme meine Freiheit und darf fortan als freier Bauer leben.“

Gregor war selbst erstaunt über seinen Mut. Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, bereute er seinen Vorschlag auch schon, und er fürchtete, der Fürst würde ihn wütend wegen seiner Respektlosigkeit anschreien und ihm Gefängnis oder Folter androhen.

Doch nichts dergleichen geschah. „Fünfzehn Prozent?“

Der Bauer nickte.

„Einverstanden. Lass uns spielen.“

Der Fürst ging ins Haus zurück und Gregor folgte ihm aufgeregt. Sieglinde werkelte in der Küche.

„Sieglinde, der Fürst hat zugestimmt. Er spielt eine Partie Ecarte gegen mich. Gewinne ich, sind wir freie Bauern!“

Sieglinde schaute ungläubig. Da der Fürst aber keine Anstalten machte, Gregors Worte zu korrigieren, schienen sie der Wahrheit zu entsprechen. Sie ging zu einer kleinen Schublade und holte einen kostbaren Schatz hervor: einen Satz Spielkarten. Sie waren edel bedruckt und die Motive kunstvoll verziert. Sie hatte die Karten von ihrer Mutter geschenkt bekommen.

Die beiden Männer setzten sich an den Tisch, an dem sie gerade Tee getrunken hatten. Sieglinde setzte sich dazu. Sie wollte die Karten nehmen und mischen, als der Fürst sagte: „Einen Moment, Weib.“ Dann nahm er die Spielkarten und untersuchte sie genau. Vorsichtig rieb der Adlige mit den Fingerkuppen über die hintere Seite der Karten, aber so sehr er sich auch mühte, er konnte keine Markierung oder Manipulation erkennen. Er gab Sieglinde die Karten zurück, die sogleich zu mischen begann. Ihre Brüste wackelten dabei unter dem Stoff, was den fürstlichen Schwanz dazu verleitete, hart zu werden.

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