Sieglinde teilte aus. Man hatte sich auf 13 Spielrunden geeinigt. Wer zuerst sieben Spiele gewonnen hatte, würde die Partie gewinnen. Ecarte war ein Stichspiel, das zu zweit gespielt wurde. Jeder erhält fünf Karten. Die Karten aus dem 32er Blatt haben bestimmte Werte und feste Trümpfe. Wer mindestens drei der fünf möglichen Stiche macht, gewinnt die Runde.
Gregor zog schnell auf 4:1 davon, der Fürst holte auf, dann stand es 4:3, dann 5:3, dann 6:3. Gregor brauchte nur noch ein Spiel zum Sieg. Aber der Herrscher bekam gute Karten und glich auf 6:6 aus. Das letzte Spiel würde die Entscheidung bringen müssen. Gregor schwitzte und hatte Flecken im Gesicht. Friedbert wirkte äußerlich ganz ruhig. Aber der Kartengott war heute auf Gregors Seite. Der Bauer gewann die letzte Partie. Es stand 7:6.
Der Fürst stand missmutig auf. Aber er erwies sich als fairer Verlierer. „Wir hatten eine Abmachung. Die halte ich ein.“ Dann stampfte er nach draußen, schwang sich auf sein Pferd und ritt davon.
Überglücklich fielen sich Gregor und Sieglinde in die Arme.
Was Gregor nicht wusste, war, dass der Fürst ein paar Tage vorher den Hof schon einmal aufgesucht hatte. Er inspizierte seine Ländereien und die hübsche Frau mit den langen schwarzen Haaren war ihm aufgefallen. Er näherte sich dem Hof und stieg vom Pferd. Sieglinde hatte Angst und sprach den Lehnsherrn nicht an. Er betrachtete sie von oben bis unten, dann sagte er: „Zieht Euch aus. Ich will Euch nackt sehen.“ Er wusste, dass der Bauer in der Stadt auf dem Markt war.
Zögerlich kam Sieglinde der Aufforderung nach. Sie zog das Kleid über den Kopf, zog den Unterrock aus, das Unterhemd, die Tunika, schließlich die Unterhose. Sie war splitterfasernackt und stand nur noch in ihren Ledersandalen da.
„Was wollt Ihr von mir?“ flüsterte sie.
„Könnt Ihr Euch das nicht denken?“ fragte der Fürst, dessen Schwanz ziemlich stark gegen seine Hose drückte.
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