Rechtsanwälte küsst man doch

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Rechtsanwälte küsst man doch

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Lovis Wünsche

„Frau Baumgärtner, Judith, sie sind eine bezaubernde, junge Frau. Klug und zielstrebig. Aber wissen sie, sie sind vor allem wunderschön! Bitte verzeihen sie mir, wenn ich ihnen das so direkt sage, aber schon seit ihrem ersten Tag hier, bewundere ich sie.“
Sie wollte die Überraschung die ihr, über diese Worte, im Gesicht stand verbergen und blickte deswegen nur ganz langsam von ihrer Tasse zu ihm auf.
In ihren Träumen hätte sie nicht gewagt sich solche Szenen auszumalen. Sie, die sich selbst für unscheinbar, für zu dick und unattraktiv hielt, wurde von diesem Katalogmodeltypen als wunderschön beschrieben. All die Monate war dieser Mann so unerreichbar, blieb ihr selbst in ihren Träumen verwehrt, obwohl sie ihn so sehr begehrte und jetzt saß er vor ihr und sprach ihr seine Bewunderung aus.
‚Das kann doch alles nicht war sein, das muss ein Traum sein, so was gibt’s nur im Märchen.’
Verlangen und Begehren flammten in ihrem Körper auf, schossen durch ihre Adern und sammelten sich als heißes Feuer in ihrem Schoß.

Er rutschte auf seinem Tisch ein wenig näher zu ihr heran. „Judith, ich wollte ihnen schon so lange sagen, welch begehrenswerte Frau sie sind. Leider hatte ich bisher nie Gelegenheit dazu. Sie… Du hast mich verzaubert!“
Er strich ihr sanft über die Wange. „Judith, du …“ doch sie legte ihre Finger auf seinen Mund. „Sag nichts, Ralf!“

Sie stand auf, machte noch einen kleinen Schritt auf ihn zu und schaute ihn liebevoll an.
Wieder streichelte er über ihre Wange, erfühle mit seinen Fingerspitzen ihre Lippen, um dann ihr Gesicht in beide Hände zu nehmen und sie leidenschaftlich zu küssen.
Sie erwiderte seinen Kuss, wurde aber im gleichen Augenblick unsicher. Am liebsten hätte sie sich hier und jetzt von ihm verführen lassen. Doch was würde das für ein Licht auf sie werfen, was würde er denken, oder ihre Kollegen, sollten sie davon erfahren? Nachher würde sie den klangvollen Namen der Büroschlampe innehaben, aber nein so eine wollte sie nicht sein. Klar war sie ungebunden, aber noch lang nicht Freiwild und sie konnte dem, was gerade geschah, nicht trauen.
Langsam und gegen ihren inneren Willen, entzog sie sich seinen sanften Lippen und seinen warmen Händen. Packte Jacke und Schuhe, die sie neben dem Sessel abgelegt hatte. “Ich sollte gehen!“

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