Reiner K., der Achselfetischist

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Reiner K., der Achselfetischist

Reiner K., der Achselfetischist

Anita Isiris

Das Paar hatte sich angewöhnt, in der Löffelchen-Stellung einzuschlafen, wobei Reiner seine Hand an ihren Bauch legte, den Ring- und den Klein finger abspreizte und damit knapp ihre obere Schamhaargrenze berührte. Sie fand das diskret, zärtlich und geheimnisvoll. Er fand das geil, reizvoll und interessant. „Vera?“ fragte er plötzlich. „Schläfst Du?“ „Hmmm?“ antwortete sie und vermutete, dass er mal wieder ein bisschen Sex wollte. „Ich möchte was Neues ausprobieren, Schätzchen.“ Damit hatte er ihre volle Aufmerksamkeit. Wenn ein Mann nach über zehn Jahren etwas Neues ausprobieren will, hat er entweder eine andere, oder er hat eine andere. Vera war nicht dumm. „Ich hab keine andere“, nahm ihr Reiner den Wind aus den Segeln. „Ich möchte einfach mal... Deine Achseln, weisst Du.“ „Meine was?“ Wie gesagt war Vera eine tolerante Frau und stets an Neuem interessiert. Was ihr Mann ihr beim Abendessen jeweils über Liebesspielzeug erzählte, das der einen oder andern Klientin in die Scheide gerutscht war und von ihm wieder zutage gefördert werden musste, was er ihr punkto Liebespraktiken schilderte, über die seine Patientinnen ihn ins Bild setzten – Vera war sich einiges gewohnt. Aber ihre Achseln? Reiner verschwieg ihr, dass er über eine einschlägige Geschichte zu dem Thema verfügte, und strich über ihre rechte, vom Mond beschienene Schulter. Reiner, sonst ein ausgesprochen eloquenter Mann, wusste nicht, wie er das Gespräch fortsetzen sollte. Da baute ihm Vera eine Brücke. „Mach doch einfach mal“, sagte sie neugierig, „ich sage dann schon, wenn es mir zuviel wird“. Sie spürte Reiners Glied, das sich an ihre Pobacken drängte und drehte sich auf den Rücken. Dann verschränkte sie die Arme hinter dem Kopf. Vera rasierte ihre Achseln nicht; das bisschen heller Flaum war kaum sichtbar und ermöglichte ihr den Luxus, ohne Epilation auszukommen. Ihre Kundinnen enthaarte sie professionell und war im Grunde ganz froh, dass die Natur sie nicht mit dichtem, üppigem Haarwerk ausgestattet hatte. „Könntest Du mal meinen Schwanz einklemmen?“ fragte er. Sie war peinlich berührt, tat aber, worum er sie gebeten hatte. Reiner schloss die Augen, dachte an Mala und begann zu pumpen. Veras graziler Körper, ihre schlanken Oberarme und ihr etwas knochiger Oberkörper vermochten ihm aber nicht das Gefühl zu geben, das er sich erhofft hatte. Nach einer Weile legte er selbst Hand an sich und spritzte auf Veras Schamhaardreieck. Sie liess sich ihre Verwunderung nicht anmerken, duschte sich und betrachtete sich stirnrunzelnd im Badezimmerspiegel. Als sie ins Bett zurückkehrte, war ihr Reiner bereits eingeschlafen.

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