Die Reisegruppe

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Die Reisegruppe

Die Reisegruppe

A. David

„Was?? Du verarscht mich doch.“ Sie lachte.
„Stimmt. Das mit der Brücke habe ich erfunden. Die gibt es gar nicht. Der Rest stimmt aber. Jetzt hast du aber ein Problem. Ich muß sicherstellen, dass du dein Wissen nicht ausplauderst.“
„Und – wirst du mich jetzt erschiessen?“
„Ich werde dich fürs erste genau beobachten. Ich fürchte, du wirst dich in meiner Nähe aufhalten müssen. Ich wollte dich nicht in Gefahr bringen, aber du bist da jetzt irgendwie reingeraten.“
Sie hatte schöne weiße Zähne. Sie zeigte sie gern. Sie lächelte und sah mich an. „Kann es sein, dass du mich gerade anbaggerst?“
Ich erwiderte den Blick. „Nein, das kann nicht sein. Ich weiß gar nicht, wie das geht.“
Ich erzählte ihr, dass diese Agentengeschichte natürlich Humbug war. In Wahrheit würde meine Frau für amnesty international arbeiten und von Polen aus nach Russland reisen, um in russischen Gefängnissen zu kontrollieren, ob die Menschenrechte …
„Du erzählst schon wieder Blödsinn. Ich glaub, ich geh jetzt besser, bevor ich ganz durcheinander komme.“
Ich ging mit und wir schlenderten die paar Meter bis zum Hotel. Ihr Zimmer lag ein paar Türen weiter. Wir verabschiedeten uns und wünschten uns gegenseitig eine gute Nacht. Auf dem Gang stand ein Getränkeautomat. Gut zu wissen.
Ich trank noch einen Absacker, dann machte ich mich bettfertig. Ich schlief ca. 3 Stunden, dann wurde ich wieder wach. Ich stand auf, machte den Fernseher an. Plötzlich klopfte es leise an meine Tür. Ich öffnete. Sabine stand davor. Sie hatte nur ein knielanges Schlafshirt an, das auch noch etwas durchsichtig war. Ich schaute einen Moment zu lange auf ihren Busen.
„Scheiße, ich hab mich ausgesperrt. Ich hatte Durst und bin zu dem blöden Automaten gegangen. Ich vergeß die Türkarte, zieh die Tür zu, das wars. Ich kann doch so nicht zur Rezeption gehen. Da ist doch immer noch Betrieb.“ Es war ca. 1.00 Uhr nachts.

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