Reiselust

9 6-11 Minuten 0 Kommentare
Reiselust

Reiselust

Alnonymus

Als ich um 18:00 Uhr in den ICE steige, ist es selbst in der 1. Klasse proppevoll. Gut, dass ich einen Platz mit Tisch reserviert habe. Einen Halt später setzt sich dann noch eine attraktive Business-Lady neben mich, sie am Fenster, ich am Gang. Als sie ein Buch aus der Tasche holt, beginnt ein anregendes Gespräch, denn ich habe den Krimi auch gerade erst gelesen. Jetzt, knapp vier Stunden später, rollt der Zug durch die Dunkelheit seinem Zielort entgegen. Während ich dort lebe, übernachtet sie in einem Hotel am Bahnhof, da morgen ein wichtiger Geschäftstermin ansteht. Inzwischen hat sich der Zug merklich geleert, in unserem Waggon sind wir sogar die einzigen Reisenden. Beim ruckeligen Übergang über eine Weiche stößt ihr linkes Knie gegen mein rechtes.
„Sorry, wenn ich Ihnen zu nahegekommen bin“, entschuldigt sie sich umgehend.
„Kein Problem“, lächle ich zurück, denn ich könnte mir Schlimmeres vorstellen.

Die Frau hat etwa mein Alter und trägt einen schicken, grauen Hosenanzug mit weinroter Bluse. Sie ist sportlich schlank, mit einem hübschen Gesicht, das von brünetten Haaren in einer flotten Frisur umrahmt wird. Die Unbekannte gefällt mir, da sie nicht nur schöne braune Augen hat, sondern auch feste Titten, die sich sicherlich gut in meine Hand schmiegen würden. Ein wenig provozierend lasse ich mein rechtes Bein wie zufällig kurz zur Seite kippen, während ich sie anlächle. Als ich mich zurückziehe, revanchiert sie sich ebenfalls lächelnd. Niemand sagt ein Wort, während unsere Beine, oder besser gesagt Knie, beginnen, sich zu necken. Der eine drückt und reibt etwas, der andere hält entsprechend dagegen, wie ein stummer Dialog. Plötzlich verändert sich etwas. Vom Tisch halb verborgen, liegt ihre linke Hand kurz auf meinem rechten Oberschenkel, bewegt sich dann zielstrebig auf meine Körpermitte zu.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 535

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben