Rendezvous mit Nina

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Rendezvous mit Nina

Rendezvous mit Nina

Erwin G. Burmeister

Irgendwann schlug ich dann vor, von der Küche ins Wohnzimmer zu gehen. „Jetzt ziehe ich aber wirklich meine Schuhe aus“, sagte Nina, „sonst beschweren sich deine Nachbarn noch über den Krach“. Und bevor ich irgendetwas sagen konnte, hatte sie sie schon von den Füßen gezogen. Zum Vorschein kam ein Paar schwarze Strümpfe.
Nein! Nein! Nein! Lieber Leser, du bist auf dem völlig falschen Dampfer. Verzeih mir meinen Sarkasmus, mit „schwarze Strümpfe“ meine ich etwas anderes als das, was du dir gerade in deinem Kopfkino vorgestellt hast. Ich hätte auch „schwarze Baumwollsocken“ schreiben können, aber das hätte dich nicht so schön in die Irre geführt. Wir leben im Jahr 2025, nicht mehr 1970, was stellst du dir vor?
Wir machten es uns auf dem Sofa bequem. Nina hatte die Beine hochgelegt, so dass ich in den vollen Genuss ihrer Socken kommen konnte. Immerhin waren sie frisch und rochen noch nicht, was es aber nicht so wirklich besser machte. Unvermittelt meinte sie dann nach einigen Minuten: „Aaah, jetzt könnte ich eine kleine Fußmassage gebrauchen! Würdest du mir vielleicht diesen Gefallen tun? Soll ich meine Socken ausziehen?“ Aber natürlich. Sehr gerne. Wahrscheinlich hatte ich die verwegene Hoffnung gehabt, sie könne darunter doch noch … nein, natürlich nicht.
Es machte ihr sichtlich Spaß, sie genoss es. „Gut machst du das! Dafür, dass du keine Freundin hast, scheint es mir fast so, als hättest du Übung darin.“ Und, kurz darauf: „Findest du Füße eigentlich grundsätzlich erotisch? Ich ja. Vielleicht hast du eine Idee, was ich beim nächsten Mal…“ Ups! Da war es aus ihr herausgerutscht. Es gefiel ihr offensichtlich so gut, dass sie schon vom nächsten Treffen, von der nächsten Fußmassage zu reden begann.

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Strümpfe

schreibt JörgAlfonsFriedrichWebervonBurbach

Hallo Erwin, Feinstrümpfe, bei mir am Liebsten 10-15 Den - unverstärkte Spitze - leicht getönt, besitzen einen unbeschreiblichen Reiz. Eigentlich sind es gleich mehrere Reizfaktoren. Der verhüllende Charakter, das streichelzarte Gefühl bei Berührung, die farbliche Tönung und der duftspeichernde Charakter des Gewebes. Obschon ich feststellen konnte, dass die heutigen Garne so ausgestattet sind, dass sie eben nur schwer den olfaktorischen Charakter der Trägerin annehmen und zu duften beginnen. Früher war das anders. Das kommt aber auch darauf an, was der Fan erwartet und wie er grundsätzlich disponiert ist. Letztendlich ist es doch das Bein und vor allem der Fuß, welche den Basisreiz ausmachen. Was sind die attraktivsten Strümpfe wert, wenn die Trägerin pummelige Zehen hat, zu kleine, oder unförmige Nägel besitzt, oder gar an Halux valgus leidet. Ganz abgesehen von schrundigen Sohlen. Da wären sogar Wollsocken attraktiv. Die Story um Nina ist gut geschrieben. Ohne wenn und aber. Nach Deiner Beschreibung poppte bei mir das Bild von Reese Witherspoon in meiner Vorstellung auf. Sie gehört zu meinen persönlichen Favoritinnen. Ich wünsche Dir viel Erfolg und zahlreiche gleichgesinnte Leser. Andrea Pfister

Gedichte auf den Leib geschrieben