Revoluzzer-Mädchen

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Andreas

Ich werde nicht zulassen, dass du dich unglücklich machst!“ Susanne versuchte, das Ärgste abzuwenden. „Bitte Papa, ich versprech dir, dass ich den Mini nicht mehr in der Schule anziehen werde. Bitte, bitte bestrafe mich nicht. Ich schäm mich doch so…“ Die Antwort erfolgte wortlos und zerstörte Susis letzte Hoffnung. Hartmut hob ihren Rock an.

Diese schreckliche Demütigung lag nun zwei Wochen zurück. Susi störte sich weniger an den Schmerzen, obwohl die nicht ohne waren. Schlimmer als die tagelangen Sitzschwierigkeiten war das beschämende Gefühl, wie ein unmündiges, kleines Mädchen behandelt zu werden. Susanne ging Phillip aus dem Weg. Der junge Mann brauchte nicht zu erfahren, dass ihr der Vater eine Tracht auf den Nackten verpasst hatte. Phil würde ihren Papa zur Rede stellen und das wollte Susi verhindern. Das Thema war tabu! Susi wollte nicht darüber reden, wie ihr der Papa das Hinterteil ausgeklopft hatte. Sie errötete sofort, als sie sich erinnerte. Ihr Papa klatschte ihr mit seiner flachen Hand den blanken Po, bis sie es kaum noch aushalten konnte. „Beim nächsten Mal wird’s den Gürtel geben!“
Susi schauerte bei diesem Gedanken! Trotzdem schlüpfte sie immer wieder in ihre geliebten Mini-Röcke. Susi nahm lieber das Risiko eines roten Popos auf sich, als sich Papas Diktat zu unterwerfen!

Hartmut Keller war wie meist todmüde. Die schwere, monotone Arbeit in der Fabrik setzte ihm immer stärker zu. Hartmut erlebte den Zusammenbruch Deutschlands in einem Militärhospital, das ihn von einem Gefangenenlager bewahrte. Von der Schussverletzung blieb bis auf eine auffällige Narbe nicht viel übrig, was man von seinen seelischen Qualen nicht sagen konnte. Nach der Scheidung blieb Susanne bei ihm, da das Jugendamt ihrer Mutter nicht zutraute, für das Mädchen in angemessener Form sorgen zu können. Trudi trank bisweilen zu viel, was mit ein Grund für die Trennung war.

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Gedichte auf den Leib geschrieben