Natürlich habe ich dafür Verständnis, obwohl ich am liebsten die halbe Nacht hier mit ihr verbracht hätte, denn mehr kann es nicht geben, das ist mir klar. So leeren wir noch unsere Gläser, bevor sie zahlt, und wir uns auf den Weg machen. Dabei erfülle ich noch gerne ihre Bitte, sie zum Auto zu begleiten, schließlich sitzen der schmierige Typ und seine Kollegen immer noch an ihrem Tisch. Man weiß ja nie, vielleicht kommt er noch auf die Idee, ihr nach draußen zu folgen. Gemütlich schlendern wir über den Parkplatz, während ich die letzten Minuten mit dieser Lady genieße. Plötzlich bleibt Claudia stehen.
„Wir sind da“, verkündet sie, woraufhin mir fast die Augen aus dem Kopf fallen. Vor uns steht nämlich ein perfekt restaurierter, dunkelgrüner Jaguar E-Type. Nein, ein Autonarr bin ich wirklich nicht, aber solch ein Fahrzeug ist einfach ein Traum.
„Das ist deiner?“, platzt es aus mir heraus, „wie kommt man denn zu so einem Schätzchen?“
„Den hab‘ ich von meinem vor zwei Jahren leider viel zu früh verstorbenen Vater geerbt“, erklärt sie, während ich bewundernd um das Auto herumgehe.
„Er wusste, dass ich die Raubkatze genauso liebe wie er.“
„Das kann ich verstehen“, nicke ich, bevor ich zaghaft meine Bitte äußere: „Darf ich mal reinschauen?“
„Natürlich“, lacht sie, „setz‘ dich ruhig mal hinters Steuer.“ Schon wirft sie mir in hohem Bogen den Schlüssel zu. Das Angebot lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Kaum habe ich Platz genommen, klopft Claudia an die Beifahrerscheibe, als Zeichen, dass ich ihr die Tür öffnen soll. Während sie es sich auf dem Beifahrersitz bequem macht, kann ich gar nicht anders, als die Innenausstattung zu bewundern. Alles ist einfache, pure Technik, doch unglaublich edel, besonders das hölzerne Lenkrad.
„Wow, da hast du wirklich ein besonderes Schmuckstück, … eine richtig edle Raubkatze.
Ritterliche Hilfe für eine Lady
Barbesuch - Teil 1
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Ritterliche Hilfe für eine Lady
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