Riverboat

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A. David

Die Frau des Captains war gut befreundet mit der Frau des Sägewerksbesitzers. Auch sie war – nennen wir es „unterversorgt“ - und ihr wurde von Lennies Qualitäten vorgeschwärmt. Da Lennie neben der Beschickung des Ofens auch für das An- und Ablegen verantwortlich war, konnte er eine fremde Person im letzten Moment an Bord schmuggeln. Die Frau des Sägewerksbesitzers war zum verabredeten Zeitpunkt an der Ablegestelle. Vor allem, wenn es stromabwärts ging und der Ofen nicht viel Material benötigte, hatte Lennie Zeit für andere Dinge. Der Bootsmann hatte kein Bett im eigentlichen Sinne; nach heutigen Maßstäben würde man von einem Futon sprechen, denn er hatte einfach mehrere Lagen Felle übereinander gelegt und damit eine große Spielwiese geschaffen.

Die Frau des Sägewerksbesitzers war von Lennies Latte so begeistert, dass sie regelmäßig zu ihm kam und ihm auch noch etwas Geld zusteckte. Einmal waren sie gerade fertig geworden und sie hatte ihre Kleider gerichtet, als unverhofft der Maschinist hereinplatzte. Der kapierte natürlich sofort, was dort ablief. Lennie gab ihm etwas von dem Geld ab und der Maschinist hatte nichts gesehen. Sie verabredeten, dass Lennie bei Damenbesuch einen kleinen Holzkeil unten an der Tür anbringen würde als Zeichen, dass der Maschinist möglichst nicht stören sollte; falls es doch erforderlich war, klopfte er und ließ Lennie und der jeweiligen Gespielin etwas Zeit. Zum Glück hatte er die Frau des Captains noch nicht bei Lennie gesehen, sonst wäre seine Forderung sicherlich höher ausgefallen.

Manchmal hatte Lennie auch Landgang und er brachte junge Mädchen mit an Bord, mit denen er sich amüsierte. Das Fell wurde quasi nicht kalt.

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