Robin und Giulia

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Robin und Giulia

Robin und Giulia

Darian Valberg

Als sie fertig war trat sie, nur mit einem Handtuch bedeckt, aus dem Badezimmer. Sie trat zu einem Stuhl, auf dem sie am Abend ihre Kleidung abgelegt hatte, öffnete das Handtuch und wollte es gerade fallen lassen, als sich hinter ihr jemand räusperte.
Schnell schloss sie das Handtuch wieder und drehte sich um. Robin saß dort am Tisch in einem Sessel und hatte sein geöffnetes Laptop neben sich stehen.
„Entschuldige! Ich wollte dich weder erschrecken, noch heimlich beobachten!“, sagte Robin. „Obwohl ich das schon jetzt zu tiefst bedaure!“, fügte er etwas nuschelnd hinzu, als er Giulia betrachtete.
„Guten Morgen!“, strahlte Giulia ihn an. „Ich habe gar nicht mitbekommen, dass du zurück bist! Ich bin auch noch nicht soo lange wach!“
„Du warst duschen und hattest so süß gesungen… da wollte ich nicht stören!“, erwiderte Robin. Giulia lachte glockenhell auf und sagte: „Ich? Süß gesungen? Lass das bloß nicht meine Mutter hören! Die verdreht nur noch die Augen.“
„Sollte ich sie vielleicht eines Tages mal kennenlernen, werde ich es ihr sagen.“, grinste Robin sie an.
Giulia sah ihn einen Moment abschätzend ins Gesicht, sagte aber nichts dazu.
„Du wolltest, dass ich noch nicht weggehe. Warum?“, fragte Giulia.
„Ich dachte, vielleicht hättest du Lust, mit mir ein wenig Hamburg zu entdecken? Ich habe mein Meeting gehabt. Das Ergebnis war viel besser als ich erwartet hatte und nun möchte ich ein wenig Abstand vom Geschäft und mich etwas entspannen. Und ich würde mich wirklich riesig freuen, wenn du mich begleiten würdest.“, antwortete Robin.
„Hmmm… was schwebt dir denn so vor?“
„Ich habe keine konkreten Pläne.“, antwortete Robin. „Ich hatte gedacht, wir machen eine Hafenrundfahrt. Das Wetter ist herrlich und ich bin gerne auf dem Wasser. Wir können an die Alster gehen und uns unterhalten oder nur ein Eis essen. Wir können ins Hamam gehen und uns durchkneten lassen. Irgendwann kann man auch etwas zusammen essen. Es steht uns alles offen!“
Giulia grinste bei dieser Aufzählung.
„Das klingt schön. Können wir auch alles machen?“, fragte sie mit einem frechen Grinsen.
Robin lachte erleichtert auf.
„Ja! Ja, können wir! Wenn du magst! Ich hatte nicht mal wirklich die Hoffnung, dass du auch nur zu einer Idee zustimmen wirst.“
„Warum denn nicht?“, fragte Giulia erstaunt.
„Ich weiß nicht. Du bist so eine faszinierende und schöne Frau… da bin ich dann doch ehr zurückhaltend, fast schon schüchtern.“
„Robin! Danke für das Kompliment!“, sagte sie, „Zwei Dinge musst du jedoch wissen. Erstens… ich bin eine ganz normale Frau! Genauso mich Fehlern und Unsicherheiten gesegnet, wie die meisten Menschen. Und zweitens… du hast ja ganz rote Ohren bekommen…. Ist das süß!“
Giulia lachte auf, schnappte sich ihre Sachen und verschwand schnell im Badezimmer, noch bevor Robin mit dem Kissen nach ihr werfen könne, welches er schnell vom Sofa aufgenommen hatte.

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Mein Pfiff durch die Zähne.

schreibt ganode

Schön ausgedacht, schön geschrieben. Vielen Dank!

Ein Leser

schreibt SvenSolge

Tolle Geschichte, nicht nur um Hamburg kennen zu lernen!

Gedichte auf den Leib geschrieben