Robin und Giulia

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Robin und Giulia

Robin und Giulia

Darian Valberg

Das Einseifen war ja noch schön. Aus großen Säcken wurde feiner Schaum gedrückt und über den ganzen Körper verteilt. Dann jedoch begann das Peeling mit einem Handschuh aus Rohseide. Nicht nur das er das Gefühl hatte, jedes Haar wird ihm ausgezupft, der Hamamci hielt ihm auch ständig abgerubbelte Haut, die in kleinen, gräulichen Röllchen auf seinem Handschuh lagen, unter die Nase und sagte: „Dreckig! Öfter Hamam!“ .
Anschließend demonstrierte er Robin dann noch wie sehr man Gliedmaßen verbiegen kann. Robin wusste bis zu dem Zeitpunkt nicht, dass er mit den Fußsohlen seinen Rücken berühren konnte.
Alles in allem ein Erlebnis, was man unbedingt mal erlebt haben sollte.
Nach der Massage gingen beide noch in einen Ruheraum. Nur bekleidet mit den gestellten Bademänteln saßen sie in einer Nische und genossen den schwarzen Tee, der ihnen in den typischen geschwungenen Teegläsern serviert wurde. Robin hatte es sich in einer Ecke gemütlich gemacht und hatte die Augen halb geschlossen. Er genoss den Moment der Stille. Als er plötzlich merkte, wie Giulia sich an ihn lehnte, war er erst überrascht und dann spürte er, wie ihn eine Welle des Glücks und der Dankbarkeit durchfuhr. Giulia lehnte ihren Kopf gegen seine Brust. Ihre Haare waren noch feucht, aber der frische, blumige Duft war noch immer da. Robin vergrub seine Nase in ihrem Haar und atmete diesen Duft ein. Er war sich sicher, dass er diesen Duft nie wieder vergessen würde.
„Warum bist du so lieb zu mir?“, fragte Giulia plötzlich in die Stille.
„Ein Mann kann nur lieb zu einer wundervollen Frau wie dir sein!“, antwortete Robin
„Das sah Theo gestern wohl anders, als er mich geschlagen hatte.“, flüsterte Giulia.
„Theo ist kein Mann! Ein Mann schlägt keine Frauen! Er ist einfach nur ein Arschloch!“, erwiderte Robin.
„Ich glaube, da draußen gibt es eine ganze Menge Typen, die das anders sehen! Bei vielen sitzt die Hand ganz schön locker!

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Mein Pfiff durch die Zähne.

schreibt ganode

Schön ausgedacht, schön geschrieben. Vielen Dank!

Ein Leser

schreibt SvenSolge

Tolle Geschichte, nicht nur um Hamburg kennen zu lernen!

Gedichte auf den Leib geschrieben