Robin und Giulia

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Robin und Giulia

Robin und Giulia

Darian Valberg

“, setzte Robin überrascht ab, „Vielleicht war es einfach der etwas turbulente Ablauf unseres Kennenlernens, der diese nicht ganz unwesentliche Kleinigkeit vergessen ließ! Mein Name ist Robin.“
„Hallo Robin, schön dich kennenzulernen! Mein Name ist Giulia!“, stelle Giulia sich vor.
„Auch schön dich kennenzulernen, Giulia!“
„Robin?“
„Ja, Giulia?“
„Danke!“
„Gerne!“
Robin lächelte. „Robin und Giulia! Ob Shakespeare sich in den Namen geirrt hat?“, flüsterte er vor sich hin. Statt eine Antwort, die er auch nicht wirklich erwartet hatte, hörte er jedoch nur das gleichmäßige Atmen von Giulia.
-
Am nächsten Morgen wachte Giulia auf und fand sich allein in dem Hotelzimmer. Sie hatte wunderbar geschlafen. So gut, wie schon lange nicht mehr. Sie fühlte sich erholt und ausgeglichen. Zum ersten Mal seit… ja, seit wann? Sie überlegte und kam zu dem Schluss: Zum ersten Mal, seitdem sie mit Theo zusammengekommen war! Unwillkürlich hob sie ihre Hand zu ihrer Wand, wo Theo sie letzte Nacht geschlagen hatte. Es tat zwar noch ein wenig weh, jedoch schien die Schwellung zurückgegangen zu sein.
Sie setzte sich ein wenig auf und wollte erst einmal einen klaren Kopf bekommen, als sie auf dem leeren Bett neben sich einen Zettel fand: „Geh nicht weg! R.“
Sie schaute verträumt auf den Zettel, faltete ihn und legte ihn auf den Nachttisch. Sie schlug die Bettdecke zur Seite, schwang ihre Beine aus dem Bett und wollte sich gerade hinstellen, als sie mit einem Quieken wieder ins Bett sprang. Sie schaute auf den Boden vor ihr, wo sie wohl in der Nacht das Handtuch mit dem Eis hingeworfen hatte. Das Eis war geschmolzen und hatte eine Pfütze auf dem Teppich hinterlassen. Der nass-kalte Lappen unter ihren Füssen hatte nun endgültig dafür gesorgt, dass sie vollständig wach war.
Mit einem kleinen Hüpfer verließ sie das kuschelige Bett und versuchte sich mit den vorhandenen Pflegeprodukten des Hotels frisch zu machen.

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Mein Pfiff durch die Zähne.

schreibt ganode

Schön ausgedacht, schön geschrieben. Vielen Dank!

Ein Leser

schreibt SvenSolge

Tolle Geschichte, nicht nur um Hamburg kennen zu lernen!

Gedichte auf den Leib geschrieben