Es ist vielleicht besser, wenn wir uns für ein paar Wochen nicht sehen, damit ich nicht in Versuchung komme. Ich hoffe, dass du das akzeptieren kannst.“ Jörn schien nicht begeistert zu sein, obwohl er sein Verständnis zum Ausdruck brachte.
„Ja klar, wenn dir das so wichtig ist. Ich lasse dich in Ruhe, bis du das Gröbste überstanden hast. Pass auf dich auf, Süße!“ Romy war ein bisschen enttäuscht. Waren die Zigaretten wichtiger als sie? Ihre Gefühle begannen eine Achterbahnfahrt. Trotzdem fand sie schnell in den Schlaf. Als Romy am nächsten Morgen ihre Tasse Kaffee in der Hand hielt, begann ihre schwierigste Phase. Wie gern hätte sie sich nun eine Zigarette angesteckt. Tags zuvor hatte sie ihrer Mutter alle Schachteln und sämtliche Feuerzeuge übergeben. Romy bereute dies nun. Den Tag an der Uni überstand sie ganz gut. Jörn hielt sein Versprechen ein, indem er Abstand zu ihr hielt. Natürlich roch sie den Rauch, als sie über den Campus schlenderte. Ein innerer Teufel riet ihr, heimlich eine zu rauchen, aber ein braves Engelchen riet ihr davon ab. Der Engel behielt die Oberhand, bis am Abend dann doch der Teufel einen Triumph einfuhr. Als Romy mit ihrem Fahrrad an der Bushaltestelle vorbeifuhr, winkte ihr Gina. Romy hielt an, da sie ihre alte Schulfreundin lange nicht mehr gesehen hatte. Gina sagte, dass ihr Bus erst in knapp 10 Minuten kommen würde.
„Rauchen wir eine zusammen? So wie früher in der Raucherecke!“ Schon streckte Gina ihr die Schachtel entgegen und Romy griff wie in Trance zu. Die Versuchung war zu stark. Vor allem, nachdem Gina ihre Zigarette schon angezündet hatte und Romy der Rauch in die Nase stieg. Sie ließ es zu, dass Gina ihr Feuer gab. Nach dem ersten genüsslichen Zug stellte sich flugs das schlechte Gewissen ein. Das Teufelchen riet ihr, diese eine Kippe zu verheimlichen.
Romys letzte Zigarette
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