Rosi fordert es, Norbert gibt es?

Je oller umso doller - Teil 22

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Rosi fordert es, Norbert gibt es?

Rosi fordert es, Norbert gibt es?

Jo Diarist

Rosi hatte mich überrascht, als ich nach Anregungen für die Stunden mit Sasa suchte. Zum Glück nahm sie an, ich stöberte wieder nach so etwas wie dem Brustabbinden. In mir wuchs jedoch die Befürchtung, dass mein Doppelleben aufflog. Wenn sie mein Profil entdeckte, fände sie auch das Video von Iris und mir. Das zu erklären, würde dann schwierig.
Am nächsten Tag hatte ich erst einen Einsatz im Nachbarhaus, beim Aufbau eines Hochbettes und am Abend feierten wir Heikes Geburtstag. Als einziger Raucher ging Thomas öfter vor die Tür und als gute Freunde begleiteten wir ihn meist.
Bei einer dieser Raucherpausen klagte Thomas wieder einmal über sein Sexleben. Melle ließ ihn kaum noch ran. Redete sich oft mit fadenscheinigen Dingen heraus und kam es doch einmal dazu, lag sie wie ein Brett da, ohne sich richtig zu beteiligen. Die zwei befanden sich nach zwanzig Jahren in einer heftigen Ehekrise.
Frank öffnete sich auch ein bisschen und meinte bei ihm sei es eher umgekehrt. Seine Heike schien ihm richtig sexbesessen. Forderte ihn ständig und gebärdete sich dann so ungestüm, dass er mittlerweile keine Lust mehr verspürte. In dieser Ehe kriselte es genauso, nur das da Frank die Lust am Sexleben verloren hatte.
Die beiden meinten im Scherz, dass es vielleicht das Beste wäre, die Frauen zu tauschen und dann war ich dran. Sie wollten wissen, wie es bei uns sei und wie wir es schon so lange miteinander ausgehalten hätten.
Hm, da befand ich mich in der Zwickmühle. Der Stolz in mir wollte von meinen Sexabenteuern berichten, die Vernunft, brachte mich aber zu Räson. Wahrheitsgemäß gestand ich, dass wir auch eine lange Phase der Unlust gehabt hatten. Dass Rosis Acker über Jahre nur sporadisch bearbeitet wurde, doch dass wir gerade dabei waren unsere Lust am Liebesleben neu zu entdecken. Ich musste ein paar Details preisgeben und die zwei machten große Augen.
Tags darauf half Rosi Heike beim Aufräumen und ich suchte im Forum erneut nach Anregungen. Die Threads mit den Fesselspielen zogen mich magisch an und ich setzte mir ein paar Favoriten, um in den nächsten Tagen mein Wissen weiter auszubauen.
Am Montag bekam ich eine Zertifikatfehlermeldung, weshalb ich das Forum ruhen ließ und auf anderen Seiten suchte, doch am Dienstag war alles beim Alten und ich klickte mich erst einmal durch die Threads, um den Grund der Meldung zu erkunden. Dabei fiel mir bei den neuen Beiträgen ein Thread auf, in dem viel Bewegung herrschte.
Neugierig geworden rief ich ihn auf und stöberte in den Beiträgen. Zwei Frauen, `Melanie45´ und `Hexe42´, brachten die Kerle um den Verstand. Duzende Fickangebote wurden gemacht und die Frauen heizten sie durch eindeutige Bilder immer weiter an.
Ich klickte die Profile der beiden an und kam nicht umhin mir die Bildergalerien und Videos anzusehen. Geil waren die Weiber schon, und ihre Beiträge bekamen ständig, super Bewertungen und Kommentare. Das letzte Video bei `Hexe42´ zog ich mir noch rein und dann wollte ich zu den Threads mit den Fesselspielen wechseln, weil ich ja, wenn Rosi zum Joga ging, Sandra aufsuchen wollte.
Doch mitten im Video stoppte ich. In dem Moment, als sich `Hexe42´ der Fotze einer anderen Frau zuwandte, war diese Muschi im Vollbild und sie kam mir bekannt vor. Mehrfach sah ich mir das Filmchen an, wechselte noch einmal zu den Bildergalerien und stellte fest, dass noch eine dritte Frau beteiligt sein musste.
In der Freundschaftsliste beider Frauen befand sich eine `Karo56´, und als ich mir deren Bildergalerien und Videos ansah, stand für mich fest, das war meine Rosi. Ihr zweiter Vorname lautete Karoline und sie hatte ihn einfach abgekürzt und ihr Alter hinzugefügt.
Völlig von der Rolle sank ich in meinem Drehstuhl zurück. Ich durchlief das gesamte Spektrum der Emotionen. Zuerst maßloser Zorn, der mich dazu treiben wollte, in die Küche zu stürmen und Rosi zu züchtigen. Als ich diese ungezügelte Wut im Griff hatte, wandelte sich das in Betroffenheit. Ich fühlte mich verletzt und hintergangen und genau in diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich ja nicht besser war. Da kam die Panik, die Erkenntnis, dass wir beide unsere Ehe auf Spiel setzten, um unserer Lust zu frönen. Wir betrogen uns gegenseitig und das konnte so nicht weitergehen.
Ruhiger geworden setzte mein rationales Denken wieder ein. Ich las mir Rosis Profil durch und zwei Dinge stießen mir sauer auf: Die `Finanziellen Interessen´ und auf der Suche nach `Mann und Paaren´.
Es ging nicht anders, es wurde Zeit miteinander zu reden. Auch wenn ich mich maßlos nach Sandra sehnte, ich schrieb ihr eine SMS und sagte ab.
Zurück kam:
„Womit habe ich meinen Herrn so verärgert, dass er mich nicht aufsuchen will?
„Es hat nichts mit dir zu tun. Ich muss familiäre Probleme klären“, schrieb ich zurück.
„Lass Sasa bitte nicht zu lange warten, denn sie hat wahnsinnige Sehnsucht nach dir“, antwortete sie und die offensichtliche Zuneigung der jungen Frau, machte mein Gefühlschaos perfekt.
Mit zitternden Händen lud ich ein Bild aus Rosis Profil herunter und machte es zum Desktophintergrundbild. Anschließend schloss ich die Augen, atmete tief durch und versuchte zur Ruhe zu kommen. Erst nach mehreren Minuten fühlte ich mich einer Aussprache gewachsen und rief Rosi herein.
Die anschließende Aussprache und die darauffolgenden Nächte brachten mich an den Rand der Verzweiflung. Ich fühlte mich Rosi wieder näher, seit ich mit ihr unsere neue Art der Sexualität entdeckt hatte. Meine Liebe zu ihr war nicht erloschen, doch sie entbehrte der Leidenschaft, die ich für Sandra empfand. Beide Frauen mochte ich nicht verlieren. Allerdings hatte das lange Zusammenleben und die damit verbundene Kenntnis um viele Eigenheiten bei Rosi, ein großes Gewicht. Mit Sandra wäre alles neu. Die Zweisamkeit müsste erst wachsen. Wir müssten uns aufeinander einstellen und ich würde noch einmal von vorn anfangen, mit einer Frau, die jünger als meine Kinder war. Wenn sie das denn überhaupt wollte.
Genau deshalb unterbreitete ich Rosi den Vorschlag, einen Schnitt zu machen und unsere Beziehung, ohne außereheliche Aktivitäten neu aufzubauen. Sie stimmte zu und fast im gleichen Augenblick wurde mir klar, dass wir uns beide so verbiegen würden, dass ein Scheitern unvermeidlich schien. Ein Blick in Rosis Augen zeigte mir, dass sie auch so dachte. Wir lachten auf und definierten unsere Beziehung neu. Am Ende dieses Prozesses bat sie darum Sandra kennenzulernen, was ich kaum verstehen konnte.
Mir schien das unwichtig, im Gegenteil ich wollte gar nicht wissen, mit wem Rosi fickt. Die Vorstellung, den Mann zu kennen, der seinen Schwanz in ihre Möse schiebt, erschreckte mich eher. Als sie mir alles gestanden hatte, belasteten mich die Details so sehr, dass ich froh war, als sie darum bat den Namen des Mannes mit den Erektionsstörungen geheim zu halten, weil der sich dafür schämte. Ich strebte auch nicht danach den Namen des anderen Mannes zu erfahren und jetzt wollte sie Sandra kennenlernen.
Ein unwirkliches Begehren für mich, doch ich gab ihrem Drängen nach.
Als Sandra kam und ich die beiden allein ließ, zerriss es mich fast in meinem Zimmer. Ich wusste, Rosi würde ihr keine Szene machen und doch hielt ich es kaum aus, weil ich zu gerne gewusst hätte, was sie über mich dachten und redeten. Als die beiden dann die Wohnung verließen, konnte ich mir überhaupt keinen Reim darauf machen. In dem langen Zusammenleben mit Rosi hatte ich aber erfahren, dass es viele Vorteile hatte, sich ihrer Führung im Alltagsleben zu ergeben. Fast immer fand sie schneller einen Weg, der zu einem uns beide zufriedenstellenden Ziel führte. Oft nahm sie mir damit Arbeit und Ärger ab und genau aus diesem Grund vertraute ich auch in diesem Moment ihrer Initiative. Beim Sex war es gerade andersherum, da hatte ich schon immer die Führung gehabt, die sie genoss.
Ich war unglaublich nervös, aber hauptsächlich, weil mir diese ganze Situation unwirklich erschien. Zwei Frauen, die ich liebte und fickte, die sich erst seit Minuten kannten, schienen im besten Einvernehmen zu stehen und ich wusste nicht warum. Ich muss deshalb ein unbeschreibliches Gesicht gemacht haben, als sie zurückkamen, denn beide lachten kurz auf und baten mich ins Wohnzimmer.
Wir setzten uns und Rosi erklärte:
„Ich habe Sandra das Dachgeschoss gezeigt und ihr angeboten, dort eine Wohnung zu beziehen.“
Mir blieb der Mund offenstehen. Mit allem hatte ich gerechnet, nur damit nicht. Erst als die zwei mich fragend ansahen und Rosi den Mund öffnete, um nachzuhaken, fragte ich:
„Das ist kein Scherz, oder?“
Sandra blickte von Rosi zu mir und fragte verblüfft:
„Ihr habt das nicht abgesprochen?“
„Nein“, gestand Rosi. „Ich wollte dich erst kennenlernen und nur bei Sympathie dieses Angebot unterbreiten. Deshalb habe ich vorher nichts gesagt. Mein Vorschlag hat auch nichts mit Kontrolle zu tun. Ich finde es nur viel unverfänglicher, wenn du hier im Haus wohnst, doch es soll eure Entscheidung sein“, schloss sie ab und sah fragend von Sandra zu mir.
„Könntest du dir das Vorstellen?“, fragte ich bei Sandra nach.
„Hm, das Wissen, das deine … das ich in eurem Haus bin und mit dir … ist gewöhnungsbedürftig, doch ich könnte es mir vorstellen.“
Rosi lachte kurz auf und griff zum ersten Mal nach ihrer Hand, um sie zu drücken.
„Nenn es ruhig beim Namen. Es erscheint dir unwirklich, mit meinem Mann zu schlafen, wenn ich vielleicht hier unten und mir dessen auch bewusst bin. Diese Bedenken kannst du vergessen. Ihr habt es schon getan, und nachdem ich dich kennenlernen durfte, bin ich mir sicher, dass ihr gut harmoniert. Ich könnte mir sogar mehr vorstellen, doch dazu vielleicht später einmal. Jetzt möchte ich mit euch, das mit der Wohnung richtig absprechen, alles andere wird sich ergeben.“
Nicht nur Sandra hatte Mühe mit Rosis Planung mitzuhalten. Die ließ uns aber keine Zeit lange darüber zu diskutieren, auch wenn sie in jedem Detail unsere Zustimmung suchte. Kurz vor dem Mittag hatten wir ein fertiges Konzept und auch schon einen Handwerker angerufen, der die notwendigen Installationen für die Küche übernehmen sollte. Viele andere Sachen wollten wir in Eigenleistung machen und ich kam nicht umhin zu bewundern, wie gut die Frauen sich verstanden. Sie hatten einen gemeinsamen Draht gefunden und das wirkte auf mich unwirklich.
Als sich Sandra verabschiedete, zog sich Rosi diskret zurück, um uns Freiraum zu geben und Sandra meinte verblüfft:
„Wow, mit allem hatte ich gerechnet, als ich hierherkam, nur mit diesem Ergebnis nicht. Warum macht sie das?“
„Das erklär ich dir ein anderes Mal in Ruhe, aber mich hat sie auch überrascht. Sandra ich … ich liebe dich und freue mich dir nahe zu sein und doch ist in mir gerade alles in Aufruhr.“
„Das verstehe ich gut und mir geht es ebenso. Kannst du am Dienstag zu mir kommen, denn bevor die Wohnung fertig ist, möchte ich nicht hier, mit dir ..?“
„Ich denke schon und kann es kaum erwarten“, mit diesen Worten fielen wir uns in die Arme und küssten uns. Der Kuss war voller Leidenschaft, Begehren und Liebe und ich wusste, er kam von Sandra, nicht von Sasa.

Ich fand Rosi in der Küche, wo sie uns ein schnelles Mittagessen zauberte und als ich den Raum betrat, meinte sie:
„Eigentlich hätte ich Sandra zum Essen einladen können, aber jetzt …“
„Mach langsam Rosi. Manche Dinge brauchen Zeit.“
„Ich weiß und es ist mir auch klar, dass ich dich … euch ein bisschen überfahren habe. Aber bis du dich manchmal für das Naheliegende entscheidest oder dir das überhaupt in den Sinn kommt, bin ich schon drei Ecken weiter. Das macht mich dann jedes Mal verrückt und ich wollte das Angebot wirklich nur machen, wenn ich mir ganz sicher bin, dass es funktionieren kann.“
„Ist mir schon klar und du müsstest wissen, dass ich im Normalfall gerne deiner Führung vertraue, doch diese Entscheidung hätte ich dann doch gerne vorher mit dir abgesprochen“, sagte ich ein bisschen vorwurfsvoll.
„Klar, wir hätten drei Tage lang das Für und Wider abgewogen und wären am Ende zum gleichen Ergebnis gekommen. Nur mit dem Unterschied, dass mein Blutdruck zwischenzeitlich mehrfach auf 280 gestiegen wäre. Deine Sandra ist da spontaner.“
„Rosi!“, knurrte ich.
„Entschuldigung, manchmal überraschst du mich ja auch, wie bei deiner Entscheidung zu unserer neuen Lebensart. Übrigens möchte ich dich bitten, mich nachher an deinen PC zu lassen, denn vom Tablet aus kann ich das Profil weder bearbeiten noch löschen. Vielleicht brauche ich doch bald ein neues, denn das OS lässt sich auch nicht mehr updaten.“
Rosi wollte das Profil wirklich löschen, doch ich überredete sie, nur einige Einstellungen zu ändern, da ich ja auch dort angemeldet war, wollte ich es ihr nicht verweigern.
Die `Finanziellen Interessen`, fielen weg, `auf der Suche nach´ auch, und sie fügte in der Beschreibung einige Zeilen ein, die klarstellten, dass sie keine realen Treffen wünschte. Die vielen Nachrichten, die sie hatte, löschte sie ungelesen und deaktivierte die Nachrichtenfunktion vorläufig, bis sich die Sache beruhigt hätte.
Zuletzt wollte sie mich als Freund hinzufügen, doch wegen Heike und Melle, verweigerte ich das. Sie bot an die zwei aus der Freundesliste entfernen, weil sie sowieso sauer auf die Frauen war, doch auch das unterband ich, weil mir da etwas vorschwebte, wozu ich jedoch noch einiges brauchte.
Am Abend saß ich wieder einmal vorm PC, weil Rosi den Hausputz nachholte, den sie sonst Samstag Vormittag machte. Die Tür stand offen und ich hörte nach einiger Zeit, dass sie duschte, dachte mir aber nichts dabei. Wenig später betrat sie den Raum und diesmal klickte ich nicht verlegen die Forum-Seite weg, die ich gerade geöffnet hatte. Als sie aber nicht näherkam, oder etwas sagte, drehte ich mich um.
Rosi stand nackt, in Display-Haltung da und blickte auf ihre Füße. Als sie bemerkte, dass ich mich ihr zugewandt hatte, sagte sie:
„Herr, ich habe dich mit einigem verärgert und erwarte demütig meine Bestrafung.“
Es gelang ihr immer wieder, mich zu überraschen.

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