Rosi und der Witwer

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Rosi und der Witwer

Rosi und der Witwer

Sven Solge

Wie selbstverständlich zog er sie an der Hand mit, zu ihrer zukünftigen Wohnung, öffnete dort den Schrank und holte die Bettwäsche heraus. Beim Beziehen der Matratze alberten sie etwas herum. Während Alfons ihr gegenüber versuchte das Spannbetttuch über die Ecke zu schieben zog Rosi das Laken immer wieder zu sich rüber.

Doch auf einmal war Alfons schneller, er zog so kräftig, dass Rosi auf dem Bett landete und er sie mit dem Betttuch einwickelte und festhielt. Lachend wollte Rosi sich befreien, schaffte es aber nicht. Doch plötzlich lockerte er einen Zipfel und legte ihr Gesicht frei.

Alfons hatte sich über sie gebeugt und war ihr jetzt so nah, dass sie die kleinen Punkte auf seiner Iris erkennen konnte.

Mühsam bekam sie eine Hand frei und machte das, was sie schon die ganze Zeit wollte, sie griff in seinen Bart und musste feststellen, dass er sich noch weicher anfühlte als sie angenommen hatte. Langsam zog sie ihn zu sich runter und als ihre Lippen sich berührten, spürte sie, wie Alfons kurz zurück zuckte, es aber dann doch zuließ.

Als Rosi bewusst wurde, was sie grade gemacht hatte, drückte sie ihn langsam von sich und sagte: „Entschuldigen sie, ich weiß nicht was in mich gefahren ist?“ Sie erhoben sich beide vom Bett und standen sich etwas verlegen gegenüber. Rosi auf der einen Seite und Alfons auf der anderen Seite des Bettes.

Doch Alfons, dem es sichtlich peinlich war, kam um das Bett herum und blieb vor ihr stehen: „Rosi sie müssen sich nicht entschuldigen. Wenn einer sich entschuldigen muss dann ich, denn ich habe es provoziert und das hätte ich nicht tun dürfen, schon gar nicht wenn wir ein Arbeitsverhältnis eingehen wollen. Ich kann verstehen wenn sie ihr Angebot bei uns zu Arbeiten jetzt nicht mehr wahrnehmen wollen.“

Rosi schaute ihn nachdenklich an: „Wir haben beide gleich viel Schuld an dem Zwischenfall, deshalb schlage ich vor, wir überschlafen es und morgen Früh entscheiden wir uns! Sind sie damit einverstanden?“

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schreibt Fritz850

Eine sehr schöne Geschichte. Das ist so schön und gefühlvoll aber auch unterhaltsam erzählt, die schreit ja förmlich nach einer Fortsetzung.

Gedichte auf den Leib geschrieben